UN-Nachhaltigkeitsziele
Ein Selfie vor den SDGs im UN-Medienzentrum, New York 2019. Wie wird aus den Zielen für nachhaltige Entwicklung mehr als eine tolle Kulisse?   
UN-Nachhaltigkeitsziele

Mehr Vision als Arbeitsplan

Die UN-Nachhaltigkeitsziele kommen wie ein technisch umsetzbares Programm daher. Sie sind aber eine Vision für ganz neue Entwicklungswege, und Versuche, sie wirksam zu machen, sind höchst konfliktträchtig.

An Pathos fehlt es der Agenda 2030 nicht: „Wir sind entschlossen, die Menschheit von der Tyrannei der Armut und der Not zu befreien und unseren Planeten zu heilen und zu schützen“, heißt es in dem Dokument, das die UN-Generalversammlung im September 2015 verabschiedet hat. Die Vertreter der UN-Mitgliedstaaten geben sich entschlossen, „die kühnen und transformativen Schritte zu unternehmen, die dringend notwendig sind, um die Welt auf den Pfad der Nachhaltigkeit und der Widerstandsfähigkeit zu bringen. Wir versprechen, auf dieser gemeinsamen Reise … niemanden zurückzulassen.“

Das Kernstück der Agenda und eine Art Landkarte für die Reise sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs): Sie sollen „unsere Entscheidungen in den nächsten 15 Jahren lenken“, versprechen die Staaten. Die SDGs sind wahrlich ambitioniert: Sie umfassen Wohlstand und Sozialdienste für alle, dauerhaftes Wirtschaftswachstum, Natur- und Umweltschutz und, etwas am Rande, Frieden und Rechtsstaatlichkeit – alles im globalen Norden wie im Süden.

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erschienen in Ausgabe 7 / 2020: Der Plan für die Zukunft?

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