Jemen-Krieg
Jemen-Krieg

Die EU hofft auf die neue Regierung im Jemen

Mit Finanzhilfen und Diplomatie will die EU den Konflikt im Jemen entschärfen und seine Folgen lindern. Kritik äußert ein Sprecher an einer von Donald Trumps letzten Amtshandlungen.

Nach sechs Jahren Krieg bestehe im Jemen die „größte humanitäre Krise der Welt“, erklärte die EU-Kommission Ende 2020. Millionen Menschen seien vertrieben, mittellos und hungrig. Seit Beginn des Krieges 2015, in dem sich Huthi-Rebellen und Regierung sowie deren Unterstützer bekämpfen, hat die EU mit knapp 900 Millionen Euro versucht, der Not entgegenzuwirken. Gut 550 Millionen Euro entfielen auf humanitäre Hilfe und weit über 300 Millionen Euro auf Entwicklungszusammenarbeit. 

Bei Letzterer geht es etwa um Gesundheit und Nahrungsmittel, sie zielt aber auch auf Versöhnung und Konfliktentschärfung. So wurde nach Angaben aus Kommissionskreisen zum Beispiel ein Projekt der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) seit 2017 mit 8,8 Millionen Euro ausgestattet. Damit würden kleine Zuschüsse an lokale Initiativen vergeben, die an „Zusammenhalt und Frieden zwischen Gemeinschaften“ arbeiten. Mit einem anderen Instrument hilft die EU demnach bei der Umsetzung des im Jahr 2018 von den Konfliktparteien geschlossenen Stockholmer Abkommens, indem es die Wiedereröffnung des Hafens von Hodei­dah unterstützt.

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erschienen in Ausgabe 3 / 2021: Sport im Süden

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