Fünf Fragen
Fünf Fragen

"Staatliche Zensur verschärft"

"Wir arbeiten, um uns abzuschaffen", sagt Mohammed Chahrour, Nothilfereferent bei "Reporter ohne Grenzen", und spricht im Kurzinterview über die Repressalien gegen Journalisten weltweit.

 Mohammed Chahrour ist Nothilfereferent der Menschenrechtsorgani­sation Reporter ohne Grenzen.privat
Was beschäftigt Sie gerade am meisten?
Wir haben im Moment viele Nothilfeanfragen aus Belarus: Von bedrohten Journalisten, die noch im Land sind und dringend ausreisen müssten, aber auch von solchen, die vorerst im Ausland, etwa in Polen oder Georgien, aber auch in Deutschland untergekommen sind. Wir unterstützen sie zum Beispiel beim Visa­prozess, aber wir stellen auch Kontakte her, etwa wenn es darum geht, journalistische Arbeitsmöglichkeiten außerhalb der Heimat zu finden und längerfristig ein Netzwerk von Exiljournalisten zu schaffen. Wir helfen denen, die vor dem Lukaschenko-Regime fliehen, ebenso wie bedrohten Journalisten aus anderen Weltregionen.

Kommen Sie selbst aus dem Medienbereich?
Nein, ich bin Sozialwissenschaftler. Viele, die bei uns mitarbeiten, kommen aus nicht-journalistischen Berufen.  

...

erschienen in Ausgabe 12 / 2021: Das Spiel der großen Mächte

Neuen Kommentar schreiben