Schweiz
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Hilfe aus einem Guss?

Die Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) legt zum 1. September die Abteilungen der Entwicklungshilfe und der humanitären Hilfe zusammen. Das Onlineportal Swissinfo berichtete im Januar über die Reform. Eine offizielle Stellungnahme der Regierung dazu gab es bisher nicht. Das Außendepartement EDA bestätigt die Zusammenlegung der Auslandshilfen jedoch auf Anfrage: Ziel der Reorganisation sei es, dass die DEZA ihr Mandat „effektiver und effizienter erfüllen“ und „zur Umsetzung der Agenda 2030 optimal beitragen“ könne.

Die engere Zusammenarbeit zwischen Entwicklungshilfe und humanitärer Hilfe entspricht einem internationalen Trend. Das EDA folgt dabei nach eigenen Angaben Empfehlungen etwa der Vereinten Nationen (World Humanitarian Summit 2016) und des Entwicklungsausschusses der OECD. Für die Zusammenarbeit mit Mali beispielsweise gab es in Bern bisher zwei Anlaufstellen, eine für die humanitäre Hilfe und eine für die Entwicklungszusammenarbeit. In Zukunft gibt es nur noch eine Stelle, die die verschiedenen Instrumente zusammenführt. Die Kooperationsbüros vor Ort – in diesem Beispiel in Malis Hauptstadt Bamako – bleiben erhalten, erklärt das EDA.   

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erschienen in Ausgabe 7 / 2022: Das Zeug für den grünen Aufbruch

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