Vereinte Nationen besorgt über Angriffe auf Port Sudan

Nairobi/Khartum - Die Vereinten Nationen sind besorgt wegen anhaltender Drohnenangriffe auf die Stadt Port Sudan. Die Hafenstadt am Roten Meer sei "eine Drehscheibe für unsere humanitären Einsätze und ein wichtiger Zugangspunkt für Hilfsgüter” im Sudan, erklärte der Leiter des UN-Büros für Humanitäre Hilfe, Tom Fletcher, am Mittwoch auf der Internetplattform X. Auch im Krieg müsse darauf geachtet werden, Zivilisten und zivile Infrastruktur zu verschonen, betonte Fletcher.

Chile: Kommission empfiehlt höhere Entschädigung für Mapuche-Volk

Santiago - In Chile hat eine überparteiliche Kommission empfohlen, mehr finanzielle Mittel für die Rückgabe von Ländereien an die Mapuche-Ureinwohner bereitzustellen und Opfer der Gewalt im Süden des Landes zu entschädigen. Das teilte die Kommission nach der Übergabe ihres Abschlussberichts an Präsident Gabriel Boric mit, wie chilenische Medien am Dienstag (Ortszeit) berichteten. Der Staat stehe in historischer Schuld gegenüber den Indigenen und habe bisher seine Entschädigungsversprechen nicht eingelöst, hieß es.

Venezolanische Botschaftsflüchtlinge sind in die USA ausgereist

Berlin/Caracas - Nach mehr als einem Jahr sind fünf venezolanische Oppositionelle aus der argentinischen Botschaft in Caracas in die USA gebracht worden. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte am Dienstag (Ortszeit) via X die erfolgreiche „Rettung der von Nicolás Maduro festgehaltenen Geiseln“. Details über den „präzisen Einsatz“ nannte Rubio nicht. Die USA bestätigten allerdings ihre Beteiligung an der Freilassung der geflüchteten Oppositionspolitiker.

UN: 110.000 Afghanen aus Pakistan abgeschoben

Genf - Rund 110.000 Afghaninnen und Afghanen sind nach UN-Angaben innerhalb eines Monats aus Pakistan abgeschoben worden. Die Menschen hätten Pakistan teils unter erheblichem Druck verlassen und ihre alte Heimat zwischen Anfang April und Anfang Mai erreicht, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf mit. Die meisten von ihnen befinden sich demnach in einer akuten Notsituation.

Welternährungsprogramm dringt auf Ende der Gaza-Blockade

Köln, Berlin - Der Direktor des UN-Welternährungsprogramms in Deutschland, Martin Frick, fordert die Freigabe von Hilfslieferungen nach Gaza von Israel. „Wir können momentan nur darauf drängen, dass die Grenzen aufgehen“, sagte Frick am Dienstag dem Radiosender WDR 5 mit Blick auf die seit zwei Monaten bestehende israelische Blockade. Im Gaza-Streifen sei „einfach alles verbraucht.“ Die Bäckereien hätten kein Mehl mehr, und es gebe keinen Brennstoff mehr zum Kochen. Auch das Welternährungsprogramm (WFP) habe alle Unterstützungsmaßnahmen einstellen müssen.

Schließung von Flüchtlingslagern im Nordosten Nigerias

Dakar/Abuja - In der nigerianischen Großstadt Maiduguri sollen alle Aufnahmelager für Geflüchtete geschlossen werden. Dies kündigte der Gouverneur des Bundesstaates Borno, Babagana Zulum, am Montag an, wie der französische Sender RFI am Dienstag berichtete. Rund 80 Prozent der fast zwei Millionen Menschen, die vom Konflikt mit der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram vertrieben wurden, haben in Lagern rund um Maiduguri Zuflucht gesucht.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!