WHO-Länder sollen bei Jahresversammlung Pandemie-Abkommen annehmen

Genf - Überschattet von massiven Mittelkürzungen sind die Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu ihrer Jahresversammlung in Genf zusammengekommen. Die internationale Zusammenarbeit und die Institutionen der Weltgesundheit litten unter dem Geldmangel, sagte die Schweizer Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider am Montag zur Eröffnung.

Weltkirchenrat: "Afrika-Konferenz" hat tiefe Wunden hinterlassen

Berlin - Im Gedenkjahr zur vor 140 Jahren abgehaltenen Berliner „Afrika-Konferenz“ hat der Weltkirchenrat zur Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit gemahnt. Auch für die Kirchen sei die Zeit reif, das Thema Rassismus mit neuer Dringlichkeit erneut aufzugreifen, sagte der frühere Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Konrad Raiser, nach ÖRK-Angaben vom Montag am Wochenende zur Eröffnung einer ökumenischen Tagung in Berlin. Es gelte, die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Strukturen offenzulegen, die Rassismus aufrechterhalten.

Kongo: Rotes Kreuz geleitet über 1.300 Soldaten aus Rebellengebiet

Dakar/Kinshasa (epd). Im Kongo hat das Rote Kreuz über 1.300 Soldaten aus dem von Rebellen besetzten Goma in die Hauptstadt Kinshasa geleitet. Die Armeeangehörigen hatten nach der Einnahme der Provinzhauptstadt Goma durch die M23-Miliz Ende Januar Schutz bei den Vereinten Nationen gesucht. Ab dem 30. April habe das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die entwaffneten 1.359 Sicherheitskräfte und ihre Familien auf der Strecke von beinahe 2.000 Kilometern begleitet, wie die humanitäre Organisation am Donnerstagabend mitteilte.

Früherer Regierungschef im Tschad festgenommen

Dakar/N'Djamena (epd). Im Tschad ist der Oppositionspolitiker und ehemalige Ministerpräsident Succès Masra festgenommen worden. Die Gründe für die Inhaftierung seien bislang nicht bekannt, berichtete die tschadische Zeitung „Le N’Djam Post“ am Freitag. Nach Berichten des französischen Senders RFI brachen Soldaten am Freitag im Morgengrauen die Türen von Masras Wohnhaus auf.

Verband: Staatliche Verfolgung von Journalisten in Somalia nimmt zu

Frankfurt a.M., Mogadischu (epd). Die staatliche Repression gegen Journalistinnen und Journalisten in Somalia nimmt laut dem internationalen Verband CPJ massiv zu. Allein seit Mitte März seien 41 Beschäftigte von privaten Medien von staatlichen Sicherheitskräften schikaniert, angegriffen oder inhaftiert worden, teilte das Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) am Donnerstag (Ortszeit) in New York mit.

In Indien boomt der Medizintourismus

Neu-Delhi (epd). Auf der Weltkarte im Wartesaal des Yatharth-Krankenhauses bei Neu-Delhi sind Länder markiert, aus denen die Patientinnen und Patienten kommen: Süd- und Zentralasien ebenso wie Staaten des Nahen Ostens, Afrikas oder auch Russland. „Indien hat sich zu einem führenden Gesundheitszentrum für Patienten aus aller Welt entwickelt“, erklärt Apurva Pandita. Die Zahnchirurgin leitet die internationale Abteilung der Klinik in Noida, einer Satellitenstadt von Neu-Delhi.

Venezuelas Oppositionsführerin Machado ruft zum Wahlboykott auf

Berlin/Caracas - Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado ruft zu einem Boykott der Parlamentswahlen am 25. Mai auf. „Die Macht liegt bei uns - auch die, nicht zu gehorchen“, sagte Machado in einem am Mittwoch (Ortszeit) auf der Internetplattform X veröffentlichten Video und sprach sich dafür aus, dem Urnengang in wenigen Tagen fernzubleiben. Die Opposition reklamiert den Sieg der Präsidentschaftswahlen vom Juli vergangenen Jahres für sich und machte Wahlbetrug öffentlich.

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