UN: Zahl der Hilfsbedürftigen in Afghanistan steigt weiter an

Genf - In Afghanistan sind laut den Vereinten Nationen seit Beginn des Jahres mehrere Hunderttausend weitere Menschen abhängig von humanitären Hilfslieferungen geworden. Die Gesamtzahl der Hilfsbedürftigen habe sich von 28,3 Millionen im Januar auf jetzt 28,8 Millionen erhöht, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe am Montag in Genf auf Anfrage mit.

welt-sichten im Juni: In der Stadt zu Hause

wenn ich morgens mit dem Fahrrad in die Redaktion fahre, schimpfe ich regelmäßig über die vielen Autos oder über immer neue Baustellen, wegen denen ich meine Route ändern muss. Das Leben in Frankfurt am Main kann anstrengend sein. Andererseits bedauere ich dann in der Mittagspause Kolleginnen, die aus dem Umland kommen und mal wieder im Stau standen oder vergeblich auf die S-Bahn gewartet haben. Vom dürftigen Angebot an Kino, Kneipe und Kunst auf dem Land ganz zu schweigen.

Baerbock: Keine Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien

Essen, Berlin - Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat weitere Anstrengungen für die Rettung besonders gefährdeter Ortskräfte aus Afghanistan angekündigt. Es werde unter Hochdruck daran gearbeitet, extrem gefährdeten Menschen so schnell wie möglich Schutz geben zu können, sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag, online). „Wir haben schon über 30.000 Menschen vor den Taliban in Sicherheit gebracht, vor allem Ortskräfte, aber auch Journalistinnen, Menschenrechtsverteidiger, verfolgte Frauen und Mädchen“.

Unicef: Mehr als 120.000 Kinder in Kriegen verstümmelt oder getötet

Oslo, Genf - Mehr als 120.000 Kinder sind laut dem Hilfswerk Unicef seit 2005 in bewaffneten Konflikten verstümmelt oder getötet worden. Unicef veröffentlichte die Zahlen anlässlich einer internationalen Konferenz in Oslo über den Schutz von Kindern in Kriegen, die am Montag beginnt. „Jeder Krieg ist letztlich ein Krieg gegen Kinder“, erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell.

Rotes Kreuz: Mehr als 330.000 Menschen aus Sudan geflüchtet

Genf - Mehr als 330.000 Menschen sind laut dem Roten Kreuz seit Mitte April vor der Gewalt im Sudan ins Ausland geflüchtet. Da der Konflikt zwischen dem Militär und Milizionären anhalte sei ein weiterer Anstieg der Fluchtbewegungen zu befürchten, warnte der Regionaldirektor für Afrika der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, Mohammed Mukhier, am Freitag laut einer Erklärung in Genf.

Sudan: Friedensverhandlungen vorerst ausgesetzt

Nairobi/Khartum - Die Verhandlungen zwischen den sudanesischen Konfliktparteien sind vorerst ausgesetzt. Das gab die US-Regierung am Donnerstagabend bekannt. Gemeinsam mit Saudi-Arabien hatten die USA seit Anfang Mai in der saudi-arabischen Stadt Dschidda versucht, einen anhaltenden Frieden zwischen der sudanesischen Armee und den paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF) zu vermitteln.

Amnesty: 173 Menschen im Iran wegen Drogendelikten hingerichtet

Berlin - Amnesty International zeigt sich alarmiert über die steigende Zahl an Hinrichtungen im Zusammenhang mit Drogendelikten im Iran. Seit Beginn des Jahres seien mindestens 173 Menschen nach Todesurteilen wegen Drogendelikten hingerichtet worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Freitag in Berlin. Betroffen seien vor allem wirtschaftlich benachteiligte und marginalisierte Menschen.
Insgesamt sind nach Angaben der Menschenrechtler im laufenden Jahr bereits 282 Menschen im Iran hingerichtet worden - fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

EU-Parlament stimmt für strenges EU-Lieferkettengesetz

Brüssel - Das angestrebte Lieferkettengesetz der Europäischen Union ist ein Stück näher gerückt: Die EU-Parlamentarier einigten sich am Donnerstag auf eine Position für die Verhandlungen mit den Mitgliedsstaaten. Unternehmen sollen nach dem Willen der Abgeordneten dazu verpflichtet werden, ihre Lieferketten im Hinblick auf Kinderarbeit, Sklaverei, Ausbeutung von Arbeitskräften, Umweltverschmutzung und den Verlust von Artenvielfalt zu kontrollieren. Dabei gehen die Forderungen über den Vorschlag der EU-Kommission und über die Regeln des deutschen Lieferkettengesetzes hinaus.

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