UN erhalten Zusagen von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar für den Sudan

Genf - Die Vereinten Nationen haben Zusagen in Höhe von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar für die humanitäre Hilfe im Sudan-Konflikt erhalten. Mit dem Geld soll die Versorgung von Millionen bedürftigen Menschen innerhalb des afrikanischen Landes und Flüchtlingen in der Region finanziert werden, sagte der UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Montag anlässlich einer Geberkonferenz in Genf.

Welthungerhilfe ruft zu Unterstützung für Sudan auf

Bonn (epd). Vor der UN-Geberkonferenz für den Sudan am Montag hat die Welthungerhilfe die Bedeutung der humanitären Hilfe für die Bevölkerung des Landes betont. „Wir hoffen, dass die Geberkonferenz ausreichend Mittel mobilisieren wird, um die eskalierende humanitäre Situation zu bewältigen“, erklärte Michael Gabriel, Landesdirektor der Welthungerhilfe im Sudan, am Sonntag in Bonn.

Blutiger Angriff auf Schule in Uganda mit Dutzenden Toten

Kampala/New York (epd). Bei einem Überfall auf eine Schule im Westen Ugandas sind mehrere Dutzend Menschen getötet worden. Weitere Opfer befänden sich nach dem Angriff vom Freitagabend in einem kritischen Zustand, zudem seien mehrere Kinder entführt worden, berichtete die Tageszeitung „Daily Monitor“ unter Berufung auf Polizeiangaben. Demnach verübte die ADF-Miliz den Angriff. Die Gruppe steht der Ideologie der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) nahe und hat ihren Sitz in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo.

Misereor: EU beschneidet Rechte und Schutz von geflüchteten Menschen

Aachen - Mehr Schutz und „echte menschenwürdige Antworten“ bei der Versorgung von Flüchtlingen fordert das katholische Hilfswerk Misereor von der EU. „Die Europäische Union versagt an ihren Ansprüchen und kann die Schwächsten nicht schützen“, erklärte der Experte für Flucht und Migration des Hilfswerks, Jonas Wipfler, am Freitag in Aachen anlässlich des Weltflüchtlingstages (20. Juni).

Mali stimmt über neue Verfassung ab

Nairobi/Bamako - In Mali stimmen die Menschen am Sonntag über eine neue Verfassung ab. Sollte sie angenommen werden, wird die Rolle des Präsidenten massiv gestärkt, die der Regierung und des Parlaments hingegen geschwächt. Das Referendum ist nach den beiden Militärputschs von 2020 und 2021 ein wichtiger Schritt im Übergang zu einer zivilen Regierung. Für Februar 2024 sind Wahlen angesetzt.

Schulze: Sicherheitspolitik ist mehr als militärische Sicherheit

Berlin (epd) - Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat im Bundestag für den Ausbau sozialer Sicherungssysteme in armen Ländern geworben. Bei einer Debatte über die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung am Freitag in Berlin sagte sie, es gehe um eine Sicherheitspolitik, die auf mehr abziele als militärische Sicherheit. Entwicklungspolitik wirke präventiv, sie verringere weltweit die Kluft zwischen Arm und Reich und daher gesellschaftliche Spannungen.

Weitere Anklage gegen prominenten Journalisten in Guatemala

Frankfurt a.M., Guatemala-Stadt - Ein Tag nach seiner Verurteilung wegen Geldwäsche ist in Guatemala erneut Anklage gegen den prominenten Journalisten José Rubén Zamora erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft werfe ihm vor, Ein- und Ausreiseformulare falsch unterzeichnet zu haben, berichtete das regionale Nachrichtenportal „Infobae“ am Donnerstag (Ortszeit). Die neue Anklage ist bereits das dritte Verfahren gegen den 66-Jährigen.

Hunderte Tote bei Bootsunglück vor Griechenland befürchtet

Genf, Athen - Das neuerliche Sinken eines Flüchtlingsbootes mit möglicherweise Hunderten Opfern vor Griechenlands Mittelmeer-Küste hat Betroffenheit und Wut ausgelöst. Die Vereinten Nationen gaben sich am Donnerstag in Athen „zutiefst schockiert und traurig“ über das Unglück mit vielen Toten in südgriechischen Gewässern. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) äußerte sich erschüttert. „Wir dürfen angesichts dieser Not nicht abstumpfen, sondern müssen beharrlich weiter daran arbeiten, legale Migrationswege zu schaffen.“

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