Nigerianische Währung Naira bricht auf Rekordtief ein
Kampala/Lagos - In Nigeria ist die lokale Währung Naira innerhalb eines Tages um 61 Prozent in ihrem Wert gegenüber dem US-Dollar gefallen. Dies berichtete die nigerianische Zeitung „The Guardian“ am Donnerstag. Hintergrund ist, dass das westafrikanische Land seine jahrelange Währungsanbindung aufgegeben und den freien Handel mit Naira zugelassen hat.
Schuldenkrise im globalen Süden / Entwicklungspolitik in der Sicherheitsstrategie
wir freuen uns, Ihnen heute wieder unseren exklusiven Newsletter für Unterstützer und Abonnenten zuzuschicken. Diesmal geht es um die Schuldenkrise im globalen Süden, um die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung und um die bedrohte LGBTQ-Community in Uganda.
Menschenrechtler fordern Untersuchung von Massengräbern in Ostkongo
Nairobi/Goma - Human Rights Watch (HRW) fordert eine Untersuchung von mindestens 14 Massengräbern im Ostkongo. In den Gräbern rund um den Ort Kishishe seien vermutlich zivile Opfer der Rebellengruppe M23 sowie Kämpfer gegnerischer Milizen verscharrt worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch in Nairobi. Die M23-Rebellen hatten den Ort von November bis April besetzt und werden laut Berichten der Vereinten Nationen aus Ruanda unterstützt.
Hilfsorganisationen nehmen Syrien-Geberkonferenz in die Pflicht
Berlin, Brüssel - Angesichts wachsender Not in Syrien dringen Hilfsorganisationen auf verlässliche finanzielle Unterstützungszusagen der internationalen Gemeinschaft bei der Geberkonferenz in Brüssel in dieser Woche. „Noch nie waren in Syrien seit Ausbruch des Bürgerkriegs so viele Menschen in Ungewissheit darüber, was sie morgen essen sollen“, erklärte Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, am Mittwoch in Berlin. Nach zwölf Jahren Bürgerkrieg und den schweren Erdbeben im Februar sei die Lage verheerend.
Vereinte Nationen besorgt über Lage in West-Darfur
Nairobi - Der UN-Sonderbeauftragte für den Sudan, Volker Perthes, hat sich besorgt über die Lage der Zivilisten im Land geäußert, besonders in der Stadt Al Geneina in der Region West-Darfur. In einem Statement erklärte Perthes am Dienstagabend, dass sich ein Muster groß angelegter ethnisch motivierter Angriffe auf Zivilisten abzeichne. Diese würden „mutmaßlich von arabischen Milizen und einigen bewaffneten Männern in Uniform der Rapid Support Force (RSF) verübt“, schrieb Perthes.
Uganda: Antrag gegen Anti-Homosexuellen-Gesetz abgelehnt
Kampala - In Uganda ist ein Antrag vor dem Verfassungsgericht gescheitert, der die Anwendung des neuen Anti-Homosexuellen-Gesetzes stoppen wollte. Acht Aktivistinnen und Aktivisten hatten damit die seit Inkrafttreten des Gesetzes rapide zunehmende Gewalt gegen die LGBT-Community stoppen wollen, bis über einen Antrag gegen das Gesetz an sich entschieden wird. Die Generalstaatsanwaltschaft lehnte am Dienstag eine Aussetzung jedoch mit Hinweis auf die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes ab.
Neue regionale Verhandlungspläne für Frieden im Sudan
Nairobi/Dschibuti - Ostafrikanische Staaten haben direkte Verhandlungen mit den Konfliktparteien im Sudan angekündigt. Kenias Präsident William Ruto soll demnach innerhalb von zehn Tagen mit dem sudanesischen Armeechef Abdel Fattah al-Burhan und dem Befehlshaber der paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF), Mohamed Hamdan Dagalo, Gespräche führen. Die Entscheidung fiel am Montagabend beim Gipfel des ostafrikanischen Staatenbunds Igad in Dschibuti, an dem auch sudanesische Vertreter teilnahmen.