WFP: Zahl der Hungernden im Osten Afrikas hat sich verdoppelt

Genf, Nairobi - Im Osten Afrikas hat sich die Zahl der hungernden Menschen seit 2016 laut dem Welternährungsprogramm (WFP) mehr als verdoppelt. Derzeit hätten in der Region fast 60 Millionen Menschen nicht genug zu essen, sagte Dominique Ferretti vom WFP-Büro in Nairobi am Montag in einer Videokonferenz. Vor sieben Jahren seien es noch 26 Millionen Menschen gewesen.

Kolumbiens Präsident kritisiert internationale Drogenpolitik

Frankfurt a.M. - Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat die internationale Drogenpolitik kritisiert. Es sei eine falsche Verbotspolitik, besonders in Bezug auf Marihuana und Kokain, aufgrund derer Länder wie Mexiko und Kolumbien zu den gewalttätigsten der Welt zählten, sagte der Linkspolitiker der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Die Verbotspolitik, die US-Präsident Nixon vor exakt 50 Jahren installiert hat, hat Lateinamerika in einen Schlachthof verwandelt. Wir reden hier über Millionen Tote.“ 

Oxfam kritisiert Investitionen in private Gesundheitsunternehmen

Berlin - Oxfam hat die Investitionen von Entwicklungsbanken in gewinnorientierte Gesundheitsunternehmen in wirtschaftlich schwachen Ländern kritisiert. Damit würden die Finanzinstitute ihrem Auftrag nicht gerecht, die Gesundheitsversorgung für alle Menschen voranzutreiben, erklärte die Organisation am Montag in Berlin. Auch über die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) seien Gelder in Projekte geflossen, „deren Leistungen für den Großteil der Menschen in den jeweiligen Ländern unerschwinglich bleiben“.

Bericht: Schulen in West-Darfur gezielt zerstört

Nairobi/Khartum - In der Krisenregion West-Darfur im Sudan sind laut Menschenrechtsexperten mehrere Schulen angegriffen worden. Seit Beginn des Konflikts in dem afrikanischen Land seien in der Stadt Al Geneina sechs Schulen zerstört worden, erklärte die Menschenrechtsforschungsgruppe der US-amerikanischen Yale-Universität am Donnerstag (Ortszeit). Verantwortlich seien dafür aller Wahrscheinlichkeit nach die Truppen der paramilitärischen „Rapid Support Forces“ (RSF), die seit Mitte April gegen die sudanesische Armee kämpfen.

Verfahren wegen Amtsmissbrauchs gegen Bolsonaro in Brasilien

Berlin/São Paulo - Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro muss sich wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs verantworten. Das Oberste Wahlgericht beriet am Donnerstag (Ortszeit) darüber, dem rechtsextremen Politiker seine politischen Rechte für die Dauer von acht Jahren zu entziehen. Damit könnte Bolsonaro bei den Präsidentschaftswahlen 2026 und 2030 nicht kandidieren.

WHO ernennt erstmals Sondergesandte für Klimawandel und Gesundheit

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Ärztin Vanessa Kerry zur ersten Sondergesandten für Klimawandel und Gesundheit ernannt. Die bisherige Chefin der Hilfsorganisation Seed Global Health in Boston soll in ihrem neuen Amt auf die Gefahren des Klimawandels für die globale Gesundheit aufmerksam machen, teilte die WHO am Donnerstag in Genf mit.

USA verhängen neue Sanktionen gegen das Finanzsystem in Myanmar

Hanoi/Washington - Die USA haben neue, gegen das Finanzsystem der Militärjunta in Myanmar gerichtete Sanktionen erlassen. Wie das US-Finanzministerium am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, sind davon die Außenhandelsbank sowie die Investitions- und Handelsbank in Myanmar betroffen. Unter anderem dürfen aus den USA keine Transaktionen mehr mit den Banken abgewickelt werden. Menschenrechtler begrüßten den Schritt.

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