Entwicklungsorganisation One lobt Astrazeneca

Berlin - Die Entwicklungsorganisation One lobt den Impfstoff-Hersteller Astrazeneca trotz des anhaltenden Streits mit der EU um Lieferengpässe. Vor der für Freitag erwarteten Zulassung des Corona-Impfstoffs in der EU sagte One-Deutschland-Direktor Stephan Exo-Kreischer dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Freitag), von allen Herstellern leiste Astrazeneca am meisten um sicherzustellen, dass sein Impfstoff weltweit gerecht zugänglich sei. So habe der Konzern der internationalen Impfkampagne Covax bereits 470 Millionen Impfdosen zugesagt.

Biden kündigt "Mexico City"-Vorschrift zu Abtreibung auf

Washington - US-Präsident Joe Biden hat eine als "Mexico City Policy" bekannte und seit Jahren geltende Vorschrift zu Begrenzung der Familienplanungsberatung im Ausland außer Kraft gesetzt. Laut der Vorschrift durften von der US-Regierung subventionierte Gesundheitsorganisationen nicht über das Thema Schwangerschaftsabbruch informieren und auch keine Abtreibungen vermitteln.

Bundesregierung: Rohingya können bislang nicht nach Myanmar zurück

Berlin - Die Bundesregierung rechnet nicht mit einer baldigen Verbesserung der Lage der aus Myanmar geflüchteten muslimischen Rohingya. Eine Lösung der humanitären Krise zeichne sich aktuell nicht ab, "da die Bedingungen für eine freiwillige und würdevolle Rückkehr in Myanmar nicht gegeben sind und Integrationsmöglichkeiten in Bangladesch fehlen", heißt es in einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion, die dem Evangelischen Pressedienst vorliegt.

Malische Streitkräfte melden Tod von Dutzenden Islamisten

Frankfurt a.M./Bamako - Das malische Militär hat nach eigenen Angaben rund 100 Islamisten getötet. Bei einer gemeinsam mit französischen Truppen ausgeführten Operation gegen Extremisten seien in den vergangenen Tagen zudem etwa 20 Verdächtige festgenommen worden, teilten die Streitkräfte am Dienstagabend in einer Erklärung auf Facebook mit. Im Rahmen der Militäroperation Barkhane gehen malische Truppen und rund 5.100 französische Soldaten gegen verschiedene Terrorgruppen in Westafrika vor.

CBM: Corona-Pandemie beeinträchtigt Kampf gegen Tropenkrankheiten

Bensheim - Die weltweiten Vorsichtsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie beeinträchtigen nach Angaben der Christoffel-Blindenmission (CBM) den Kampf gegen grassierende Tropenkrankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation habe angewiesen, medizinische Vorbeugung gegen die 20 vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases NTD) zu unterbrechen, teilte die CBM am Dienstag in Bensheim mit. Dadurch solle die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. Jedoch seien von dem Stopp regelmäßige Medikamentenverteilungen etwa von Antibiotika betroffen.

Hilfswerke dringen auf Schuldenerlasse in Corona-Pandemie 

Berlin - Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Hilfsorganisationen die Schuldenkrise vieler armer Länder dramatisch verschärft. 132 von 148 untersuchten Staaten seien zu Anfang diesen Jahres kritisch verschuldet, acht mehr als vor einem Jahr, sagte Kristina Rehbein von der Initiative Erlassjahr.de am Dienstag bei der Vorstellung des Schuldenreports 2021, der zusammen mit Misereor erstellt wurde.

Einigung über Landkonflikte zwischen Hirten und Farmern in Nigeria

Frankfurt a.M./Abuja - Im jahrelangen und blutigen Konflikt zwischen Hirten und Bauern in Nigeria scheint es eine Lösung zu geben. Vertreter der Konfliktparteien und der Behörden hätten sich auf eine Vereinbarung verständigt, die unter anderem eine Einschränkung freilaufender Herden vorsieht, berichtete der britische Sender BBC am Dienstag. Zudem sollen in den sechs betroffenen Bundesstaaten im Südwesten des Landes Komitees mit Vertretern der Konfliktparteien und der Behörden gegründet werden, um die Beziehungen zwischen den Volksgruppen zu verbessern.

Gemeinwohl statt Gewinn: Oxfam prangert soziale Ungleichheit an

Berlin - Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung der Entwicklungshilfsorganisation Oxfam zu einer weltweiten Verschärfung der wirtschaftlichen Ungleichheit führen. Die Auswirkungen von Covid-19 treffe Menschen im globalen Süden deutlich stärker als die im Norden, heißt es in dem am Montag in Berlin veröffentlichten Oxfam-Bericht "The Inequality Virus". Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos, das in diesem Jahr online als "Davos Agenda" stattfindet, gibt die Hilfsorganisation alljährlich einen eigenen Report zu sozialer Ungleichheit heraus.

Zentralafrikanischer Rebellenführer an Strafgerichtshof überstellt

Den Haag - Erstmals ist ein Anführer der muslimisch-geprägten Séléka-Rebellen aus der Zentralafrikanischen Republik auf Antrag des Internationalen Strafgerichtshofs festgenommen worden. Mahamat Said Abdel Kani sei in der Nacht zum Montag an das Gericht überstellt worden und befinde sich seither in Untersuchungshaft in Den Haag, erklärte ein Sprecher des Strafgerichtshofs am Montag. Said wird vorgeworfen, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verantwortlich zu sein, darunter Folter, Freiheitsberaubung und Verschwindenlassen.

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