"Brot für die Welt": EU-Klimafinanzierung braucht einheitliche Regeln

Berlin - Einer Studie im Auftrag von "Brot für die Welt" zufolge gibt es signifikante Unterschiede in den Klimahilfen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. "Die versprochenen Klimahilfen der reichen Industriestaaten werden dringend benötigt. Dafür braucht es klare und einheitliche Regeln", sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Montag in Berlin.

Menschen in Afrika müssen auf Corona-Impfungen warten

Genf/Brazzaville - Im Gegensatz zu den Bewohnern anderer Regionen müssen die Menschen in Afrika nach Angaben der Vereinten Nationen noch lange auf Corona-Impfungen warten. Unglücklicherweise sei international eine ungleiche Verteilung der Impfdosen zu verzeichnen, betonte die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Afrika, Matshidiso Moeti, am Donnerstag per Videoschaltung in Kongos Hauptstadt Brazzaville.

Rebellen in Zentralafrikanischer Republik greifen Hauptstadt an

Frankfurt a.M./Bangui - Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik haben die Hauptstadt Bangui angegriffen. Bei Kämpfen wurden laut einer Mitteilung der Regierung auf Facebook am Mittwochabend 30 Angreifer getötet und fünf festgenommen. Im Dezember hatten sich mehrere Milizen zum Bündnis CPC zusammengeschlossen, das sich seither immer wieder schwere Kämpfe mit der zentralafrikanischen Armee und internationalen Truppen liefert.

Grüne und Linke sehen Push-Back-Vorwürfe bestätigt

Berlin - Nach einer Befragung von Frontex-Direktor Fabrice Leggeri im Innenausschuss des Bundestags sehen Grüne und Linke den Vorwurf bestätigt, dass EU-Grenzschützer illegal Flüchtlinge auf See zurückgewiesen haben. "Die Befragung von Leggeri hat dazu beigetragen, dass meine Sorge wegen menschenrechtswidrigen Verhaltens an der EU-Außengrenze bestärkt wurde", sagte die Grünen-Innenpolitikerin Luise Amtsberg am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Leggeri habe den Vorwurf, dass es in der Ägäis illegale Push-Backs gegeben hat, nicht ausräumen können.

Bundesregierung ringt weiter um ein Lieferkettengesetz

Berlin - In der Bundesregierung geht das zähe Ringen um ein Lieferkettengesetz weiter. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Mittwoch in Berlin, dass es nach der Sitzung des Bundeskabinetts einen Austausch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den zuständigen Ministern über das Thema gegeben habe. "Es gibt ein großes Interesse, da voranzukommen."

Open Doors: Corona-Krise verstärkt Druck auf verfolgte Christen

Kelkheim - Die Corona-Pandemie verschlimmert nach Beobachtung des christlichen Hilfswerks Open Doors die Situation von verfolgten Christen in Afrika und Asien. Sie seien häufig von Nothilfen ausgeschlossen und würden für die Pandemie verantwortlich gemacht, heißt es in dem am Mittwoch im hessischen Kelkheim veröffentlichten Weltverfolgungsindex 2021. Die Pandemie lasse "wie ein Katalysator" bestehende Unterdrückung und Diskriminierung vielerorts zum Vorschein kommen.

Oberstes Gericht in Indien stoppt umstrittene Agrargesetze

Frankfurt a.M./Neu-Delhi (epd). Das Oberste Gericht in Indien hat drei umstrittene Agrargesetze gestoppt, gegen die Tausende Bauern monatelang Sturm liefen. Die Richter beriefen eine unabhängige Kommission ein, die Kompromisse zwischen den Farmern und der Regierung aushandeln soll, wie die Tageszeitung "Times of India" berichtete. Die Gesetze wurden bis auf weiteres ausgesetzt. Aus Protest hatten sich seit Ende November mindestens vier Bauern umgebracht, mehrere andere starben durch Kälte und Krankheiten in den Protest-Camps am Rand der Hauptstadt Neu-Delhi.

Rettungsschiff "Ocean Viking" wieder auf dem Mittelmeer

Berlin - Das Rettungsschiff "Ocean Viking" ist nach fünf Monaten Festsetzung wieder im Einsatz. Die Crew nehme Kurs auf das zentrale Mittelmeer, erklärte die Organisation SOS Méditerranée, die das Schiff betreibt, am Montag in Berlin. "Wir sind sehr erleichtert, endlich wieder retten zu können", sagte die politische Referentin der Organisation, Jana Ciernioch: "Zurzeit ist kein anderes ziviles Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer im Einsatz, um Menschen in Seenot zu retten." Ziel des Schiffes sind die internationalen Gewässer vor der libyschen Küste.

Amnesty: Biden soll Gefangenenlager Guantánamo schließen

Berlin - Amnesty International appelliert an den künftigen US-Präsidenten Joe Biden, das umstrittene US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba direkt nach seinem Amtsantritt am 20. Januar zu schließen. Noch immer würden dort 40 Menschen unter dem Vorwand des "globalen Krieges gegen den Terror" festgehalten und ihre Menschenrechte massiv verletzt, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Montag in Berlin. Die Praxis der zeitlich unbegrenzten Haft ohne Anklage und Gerichtsverfahren müsse unverzüglich aufhören.

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