UN: Kritik an zunehmender Unterdrückung in Uganda

Genf - Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat die zunehmende Unterdrückung von Oppositionellen durch die Regierung in Uganda angeprangert. Kurz vor den Wahlen am 14. Januar häuften sich die Berichte über Menschenrechtsverletzungen in dem ostafrikanischen Land, teilte die Sprecherin des UN-Hochkommissariats, Ravina Shamdasani, am Freitag in Genf mit. Sie sprach von willkürlichen Festnahmen, Folter und Tötungen.

Volker Perthes leitet UN-Mission im Sudan

New York - UN-Generalsekretär António Guterres hat den deutschen Politikwissenschaftler Volker Perthes (62) zum Sonderbeauftragten für den Sudan ernannt. Gleichzeitig soll Perthes die Leitung einer neuen UN-Mission im Sudan übernehmen, teilten die UN am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York mit. Außenminister Heiko Maas (SPD) begrüßte die Ernennung. Perthes sei mit seiner langjährigen Erfahrung bei den Vereinten Nationen sowie als ausgezeichneter Experte für internationale Politik sowie den Nahen Osten und Afrika der perfekte Kandidat für die Aufgabe, erklärte er am Freitag in Berlin.

Katharina Lumpp neue UNHCR-Vertreterin in Deutschland

Berlin - Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat eine neue Vertreterin in Deutschland. Wie das Berliner Büro am Donnerstag mitteilte, hat Katharina Lumpp in dieser Woche das Amt übernommen. Sie war bereits von 2015 bis 2017 UNHCR-Vertreterin in Deutschland. Zuletzt leitete sie die Arbeit des UN-Werks in der Türkei. Das Berliner Büro wurde 2020 übergangsweise von Frank Remus geführt, der nun von Lumpp abgelöst wird.

Initiativen: Siegel "Grüner Knopf" keine Garantie für Menschenrecht

Berlin - Menschenrechtsorganisationen haben das vom Entwicklungsministerium initiierte Textil-Siegel "Grüner Knopf" als unzureichend kritisiert. Zahlreiche Firmen, deren Produkte mit dem Siegel ausgezeichnet würden, setzten die Kriterien des "Grünen Knopfs" nur lückenhaft um, erklärten die Frauenrechtsorganisation Femnet und die Schweizer Initiative "Public Eye" am Donnerstag. In der Umsetzung stelle das Siegel keine Garantie für soziale Produktionsbedingungen dar.

Böll-Stiftung und BUND stellen "Fleischatlas 2021" vor

Berlin - Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung haben von der Bundesregierung einen grundlegenden Umbau der Fleischproduktion gefordert. Ohne einen Kurswechsel steige der Fleischverbrauch weiter und verschärfe die Klimakrise, erklärten Stiftungsvorstand Barbara Unmüßig und der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des "Fleischatlas 2021".

Flüchtlinge berichten von Gräueltaten im Tigray-Konflikt in Äthiopien

Genf/Göttingen - Die Vereinten Nationen erhalten von Flüchtlingen aus der Tigray-Region in Äthiopien fortwährend Berichte über Gräueltaten verschiedener bewaffneter Gruppen. In Tigray plünderten die Bewaffneten Häuser, pressten Jungen und Männer in ihre Einheiten und verübten sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen, sagte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Dienstag in Genf.

Afghanistan-Verhandlungen werden in Doha fortgesetzt

Dubai/Doha - Überschattet von Anschlägen sind die Friedensgespräche zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung in Doha (Katar) am Dienstag wieder aufgenommen worden. Die Leiterin der UN-Mission in Afghanistan, Deborah Lyons, begrüßte den Beginn der zweiten Gesprächsrunde und drängte zu einer Eindämmung der Gewalt. Die Gespräche kurz vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump waren für einige Wochen ausgesetzt worden, um beiden Konfliktparteien Zeit für interne Beratungen zu geben.

US-Gericht stoppt Sanktionen gegen Strafgerichtshof in Den Haag

Den Haag - Ein US-Gericht hat die von Präsident Donald Trump verhängten Strafmaßnahmen gegen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gestoppt. Die zuständige Bundesrichterin in New York habe über eine einstweilige Verfügung angeordnet, die Sanktionen gegen Mitarbeiter des Gerichts vorläufig nicht umzusetzen, teilte die Menschenrechtsorganisation Open Society Justice Initiative am Dienstag mit. Die Initiative hatte gegen die Sanktionen geklagt.

Kolumbien: Immer mehr Morde an ehemaligen Farc-Kämpfern

Berlin/Bogotá - Die Zahl der getöteten Ex-Farc-Kämpfer ist in Kolumbien auf 251 gestiegen. In der Nacht zum Sonntag wurde ein 34-jähriger ehemaliger Guerillero in der Region Cartagena von Unbekannten erschossen, wie die Tageszeitung "El Tiempo" am Montag (Ortszeit) berichtet. In den vergangenen Monaten hat die Gewalt gegen ehemalige Farc-Kämpfer und Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien stark zugenommen. Die Angriffe werden vor allem in abgelegenen ehemaligen Kampfgebieten verübt.

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