Jugendliche

Harare ist die Drehscheibe des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens in Simbabwe. Die innenstadtnahen Avenues sind eine begehrte Adresse. Doch in dem Viertel mit seinen inzwischen teilweise verfallenen Straßen und etlichen gestrandeten Bewohnern brodelt es, erzählt Farai Mudzingwa in seinem flüssig geschriebenen Roman.
Religiöse Minderheiten haben es oft nicht leicht in Indonesien. Fanny Syariful Alam organisiert in der Bandung School of Peace deshalb Kurse für junge Leute, um die Akzeptanz für Diversität zu fördern.
In Indien schaffen öffentliche Gemeindebibliotheken wichtige Lernorte und Chancengleichheit. Benachteiligte Jugendliche organisieren diese Netzwerke oft selbst – gemeinsam mit Freiwilligen und Aktivisten trotzen sie so dem Mangel an staatlicher Unterstützung.
Seit mehreren Wochen protestieren junge Leute in Madagaskar gegen Stromausfälle und Wasserknappheit. Die Politologin Ketakandriana Rafitoson erklärt die Ursachen ihrer Wut und ihrer Forderungen nach Mitsprache.
Die Stadt Tumaco an der Pazifikküste Kolumbiens halten bewaffnete Banden im Griff. Ein Jugendzentrum bietet jungen Leuten Alternativen zur Kriminalität, während Angebote der neuen Regierung zur Friedensförderung in Tumaco wenig helfen.
Der hohe Stellenwert von Lernen und Arbeiten in der Gesellschaft Chinas löst bei Teilen der Jugend Gegenreaktionen aus: Sie propagieren „Tang Ping“ (Flachliegen) anstelle des üblichen Hamsterrads.
In manchen Townships Südafrikas wetteifern junge Männer darin, Luxusgüter zu verprassen, die sie sich kaum leisten können. Das ist weder als reine Verschwendung zu verstehen noch als Konsumkritik.
Eine lebendige Punkrock-Szene ist in Kenias Hauptstadt Nairobi entstanden. Dort und in der Trendsportart Skating können junge Leute, die Mehrheit im Land, sich ausprobieren und ihren Träumen, aber auch ihrer Wut Gehör verschaffen.
Im Norden Malawis schließen sich Mädchen und ­Jungen zu Kinderrechtsräten zusammen. Damit setzen sie in ­ihren Dörfern das Recht auf Bildung durch. Wer sich weigert, sein Kind zur Schule zu schicken, muss zahlen. Minderjährige, die ins Ausland verkauft wurden, werden zurückgeholt.
Wer jung ist und wenig Geld hat in Indonesiens Hauptstadt Jakarta, hat nicht viel zu melden. Einige Jugendliche aus ärmeren Vororten wollen das ändern und präsentieren deshalb sich selbst und ihre Klamotten im Herzen der Stadt. Die Modenschau auf dem Zebrastreifen ist mittlerweile ein Medienereignis.
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