Proteste
Im August 2024 stürzten Studenten in Bangladesch die damalige Premierministerin Sheikh Hasina. Seitdem ist Nobelpreisträger Muhammed Yunus Übergangspräsident. Über seine Bilanz und die Wahlen spricht Philip Gain, Direktor der Organisation SEHD.
In Tansania hat die Regierung unter Präsidentin Samia Hassan die Proteste nach den Präsidentenwahlen im Oktober brutal niedergeschlagen; es gab wohl mehr als 1000 Tote. Der Politikwissenschaftler Thabit Jacob gibt einen Eindruck von der aktuellen Lage im Land.
Wer sich gegen große Konzerne und Landraub stellt sowie Umweltschutz einfordert, gerät leicht ins Visier der Mächtigen und lebt gefährlich. Eine neue Untersuchung zeigt das am Beispiel Südostasien.
Seit mehreren Wochen protestieren junge Leute in Madagaskar gegen Stromausfälle und Wasserknappheit. Die Politologin Ketakandriana Rafitoson erklärt die Ursachen ihrer Wut und ihrer Forderungen nach Mitsprache.
Ein Jahr nachdem Bangladeschs Premierministerin von der Demokratiebewegung gestürzt wurde, sind zivilgesellschaftliche Organisationen von mangelnden Reformen der Übergangsregierung enttäuscht. Muhammad Yunus, der Chef dieser Regierung, hat indes Wahlen für Februar 2026 angekündigt.
Die gemeinnützige Organisation Shojon bietet psychologische Unterstützung für Menschen in Not an – und hat ihre Dienste nach der Revolution im vergangenen Jahr deutlich ausgeweitet.
Obwohl sich die Wirtschaft in Indien zunehmend diversifiziert, prägt die Landwirtschaft weiter die Politik. Denn die Agrarreformen haben viele Kleinstbauern und landlose Arbeiter hervorgebracht und sorgen vor allem auf dem Land für Unmut.
Kenias Präsident William Ruto hat Ende Juni nach heftigen Protesten ein Gesetz zu einigen Steuererhöhungen gestoppt. Kurz zuvor hatten ihn Kirchenführer ins Gebet genommen. Bischof David Kodia zu Hintergründen und wie es weitergeht.
Seit Beginn des Krieges im Gaza-Streifen blickt der Westen wieder auf den Iran, nicht aber auf die immer noch andauernden Proteste der Frauen für ihre Rechte. Das ist politisch falsch, meint Melanie Kräuter. Und auch mit einem neuen Präsidenten wird der Iran nicht offener und liberaler werden.
„Fridays for Future“ ist eine globale, gut vernetzte Bewegung junger Leute. Obwohl es Aktivisten im globalen Süden oft schwer haben, finden sie eigene Wege, auf Klimaungerechtigkeit aufmerksam zu machen und die Regierenden zum Handeln aufzufordern.
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