Buchtipps

Der in Istanbul geborene und in Deutschland aufgewachsene Journalist Baha Güngör berichtet in seinem kenntnisreichen Buch vom Kampf zwischen Kemalisten und Islamisten. Der Konflikt beutelt die säkulare Republik Türkei seit ihrer Gründung 1923 durch Kemal Atatürk.
Thailand war einmal der wichtigste Verbündete der USA in Südostasien. Der Thailand-Korrespondent und ehemalige Politikberater Benjamin Zawacki analysiert in seinem Buch, weshalb sich das Land nun China zuwendet – und beklagt ein Versagen der US-Diplo­matie.
Über Jahrzehnte sind private Sicherheitsfirmen in Afrika oft als Söldner im Dienst von Militärs oder gar Warlords aufgetreten. Heute bewachen sie vor allem Büros und Wohnungen von Entwicklungs- und humanitären Organisationen. Dabei haben sie der oft korrupten und ineffektiven Polizei den Rang abgelaufen, wie Paul Higate und Mats Utas zeigen.
In seiner Mugabe-Biografie macht der Geschichtsprofessor Christoph Marx resolut und faktenreich klar: Der „Hoffnungsträger“, den viele anfangs in dem ehemaligen Alleinherrscher von Simbabwe sahen, war er nie.
Die Euphorie in der vielbeschworenen Regenbogennation Südafrika ist lange verflogen. In ihrem ersten Roman greift die Poetin und Schauspielerin Ameera Patel die große Kluft zwischen Arm und Reich auf.
In ihrer Studie zur Armutsbekämpfung in der peruanischen Provinz Urubama untersucht Imke Schulte die Sinnhaftigkeit von Hilfsprojekten. Sie fordert mehr Teilhabe und Partnerschaft in der Entwicklungszusammenarbeit.
Juan Martín Guevara gibt in der Biografie seines Bruders intime Einblicke in das Leben eines Volkshelden. Und rechtfertigt dabei auch dessen dunkelste Seiten.
Nach kurzem Erstaunen über die Proteste von 2011 erscheint der Nahe Osten heute wieder als hoffnungslos rückständig und autoritär. Die Autoren des Sammelbandes hinterfragen diese Sicht und beschreiben einen Umbruch, der noch lange nicht abgeschlossen ist.
Junge Leute mit langen Haaren, Piercings, Tattoos und schwarzen Klamotten passen kaum in das gängige Bild vom Nahen Osten. Und doch sind sie ein Teil davon, wie der britische Journalist Orlando Crowcroft zeigt. Er hat mit jungen Rockmusikern gesprochen, illegale Konzerte in Wohnzimmern und Hinterhöfen besucht und darüber ein packendes Buch verfasst.
Als Anfang der 1980er Jahre die Zuckerpreise sinken und die Arbeitslosigkeit steigt, erlaubt Staatschef Fidel Castro Kubanerinnen und Kubanern, ins Ausland zu gehen. Die folgende Massenflucht ist das Leitmotiv von Wendy Guerras autobiographischem Roman „Alle gehen fort“.
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