Zuweilen sind Präsident Paul Biya und seine Frau auch in Kamerun – hier geben sie bei der Präsident­schaftswahl im Oktober 2018 ihre Stimmen ab.  

Der Präsident genießt den Genfer Luxus

Paul Biya hält sich lieber in der Schweiz auf als in seinem Regierungssitz in Kamerun. Wenn der Staatschef mit Gefolge anreist, bringt er das nötige Geld in bar mit.

Das Hotel Intercontinental in Genf ist kein architektonisches Juwel. Auch das Flair der Umgebung ist weit von dem der Innenstadt oder der Seepromenaden entfernt. Das Fünfsternehotel steht am Rande des „internationalen Genf“; es überblickt den Palais des Nations – den europäischen UN-Hauptsitz – und andere Gebäude internationaler Organisationen. Der Eingangsbereich aus viel Beton gleicht einer Festung, die man durchschreiten muss, um in das quadratische, grünlich verglaste Hochhaus mit 18 Stockwerken zu gelangen.

In Kamerun ist das Hotel Intercontinental bis in die letzten Dörfer bekannt. Man weiß, dass sich Präsident Paul Biya mitsamt First Lady Chantal und einer beachtlichen Entourage dort offenbar lieber aufhält als im Unity Palace, dem überaus prunkigen, festungsähnlichen Präsidialpalast in der Hauptstadt Yaoundé.

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erschienen in Ausgabe 4 / 2019: Erde aus dem Gleichgewicht

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