Amateursport
Amateursport

Leidenschaft, Herausforderung, Bestätigung

Sport tut nicht nur dem Körper gut. Er gibt Sicherheit, lenkt von Problemen ab und lässt Menschen über ihre Grenzen gehen. Vier Amateure erzählen, warum sie ihren Sport lieben.

Ich freue mich auf die Meisterschaft

 Der Afghane Saffidun, 55 Jahre, spielt den jahrhundertealten Nationalsport Buzkashi.privat
Seit 35 Jahren spiele ich Buzkashi. Übersetzt heißt das so viel wie „Ziegenziehen“. Schon mein Vater und mein Großvater waren sogenannte Chap Andaz, also Spieler, und haben eigene Buzkashi-Pferde besessen. Auch ich hatte ein eigenes Pferd, für das ich gesorgt habe, als ich noch jung war. Buzkashi-Pferde sind stärker und schneller als normale Pferde; sie müssen hervorragend und sorgfältig ausgebildet und gepflegt werden. 

Beim Buzkashi spielen zwei Teams mit jeweils etwa zwölf Spielern gegeneinander. Dabei wird ein enthaupteter, ausgeweideter Ziegenkadaver auf den Boden gelegt. Die Spieler stellen sich auf ihren Pferden rundherum auf. Wenn es losgeht, müssen sie versuchen, die Ziege zu packen, damit zu galoppieren und den Kadaver dann auf einem markierten Punkt, sozusagen dem Tor, abzulegen. Das Team gewinnt, welches das am häufigsten während des fast zweistündigen Spiels schafft. 

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erschienen in Ausgabe 3 / 2021: Sport im Süden

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