Kirche und Ökumene
Kirche und Ökumene

Leben in ständiger Angst und Unsicherheit

Deutschland und die Europäische Union müssen mehr gegen das Verbrechen des gewaltsamen Verschwindenlassens von Menschen tun. Dies war das Fazit einer Veranstaltung von Misereor und Justitia et Pax Mitte Mai in Berlin. 

Gewaltsames Verschwindenlassen ist ein grausames Verbrechen. Und es wird zu einem gesellschaftlichen Problem, wenn die Behörden eines Landes sich nicht ernsthaft um die Aufklärung eines jeden Falles bemühen und politische Eliten mit den Tätern gemeinsame Sache machen. Allein in Mexiko geht man heute von fast 100.000 Menschen aus, die gewaltsam verschwinden gelassen wurden, sei es von kriminellen Gruppen, sei es von den Sicherheitskräften oder dem Militär. 

Die Angehörigen wissen oft jahrelang nichts über das Schicksal ihrer Väter, Mütter, Söhne oder Töchter. Was dies für Familien bedeutet, haben zwei Frauen aus Kolumbien und Mexiko auf der Konferenz in Berlin deutlich gemacht. Sie berichten, dass sie in ständiger Angst und Unsicherheit leben. Sie betonten, wie wichtig die Unterstützung von Menschenrechtsgruppen sei, die sich für die Aufklärung der Einzelfälle einsetzen und Druck auf die Behörden machen. 

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erschienen in Ausgabe 7 / 2022: Das Zeug für den grünen Aufbruch

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