G7-Staaten
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Undurchsichtige Allianz gegen den Hunger

Bei ihrem letzten Gipfel im bayerischen Elmau haben die G7-Staaten eine Globale Allianz für Ernährungssicherheit gestartet. Was ist daraus geworden? Nicht viel, moniert die Fraktion der Linken im Bundestag.

Bei ihrem letzten Gipfel im bayerischen Elmau haben die G7-Staaten eine Globale Allianz für Ernährungssicherheit gestartet. Was ist daraus geworden? Nicht viel, moniert die Fraktion der Linken im Bundestag. Laut der Abschlusserklärung des G7-Gipfels im Juni soll mit Hilfe der neuen Allianz „schnell und agil“ auf die Nahrungsmittelkrise reagiert werden. Der Ukrainekrieg habe die globale Krise verschärft, insbesondere in Afrika. Außer mit akuter Nothilfe sollen Staaten darin unterstützt werden, ihre Ernährungssysteme widerstandsfähiger und die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten, um weniger krisenanfällig zu sein.

Die Linke-Bundestagsfraktion hatte dazu eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung gestellt; die Antworten sind ihrer Ansicht nach dürftig. Wie hat sich das Bündnis aufgestellt, so eine Frage, welche Maßnahmen wurden koordiniert, mit welchen Vorhaben sei die Nahrungsmittelkrise gemildert worden? „Vollmundig“ habe Entwicklungsministerin Svenja Schulze die Gründung verkündet, sagt Cornelia Möhring, entwicklungspolitische Sprecherin der Linken. Doch die Allianz sei eine „grandiose Luftblase – geschmückt mit 450 Millionen Euro, deren Verwendung komplett im Nebel bleibt“.

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erschienen in Ausgabe 11 / 2022: Leben in Krisenzeiten

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