Brasilien

Nach einer spektakulären Aufholjagd hat Luiz Inácio Lula da Silva die Präsidentschaftswahl in Brasilien gewonnen. Möglich gemacht hat das eine zivilgesellschaftliche Kampagne für den Kandidaten der Arbeiterpartei und gegen seinen rechtsextremen Herausforderer. Ein Bericht aus São Paulo, der Herzkammer der Bewegung.
Die EU will, dass für Europas Importe nicht länger im Süden Wälder fallen. Das ist sinnvoll, so eine neue Studie; am größten ist das Problem bei Kakao aus der Côte d’Ivoire.
Beim Gipfeltreffen der BRICS-Staaten in Indien Mitte September fehlte Brasiliens Präsident Lula da Silva wegen des Wahlkampfes zu Haus. Sein Land spielt weiter eine treibende Rolle in der Gruppe von zehn Entwicklungs- und Schwellenländern – und bleibt zugleich ein pragmatischer Partner des Westens.
Er setzt auf die Strahlkraft seines Vaters und möchte gleichzeitig weniger extrem erscheinen. Die Chancen von Flávio Bolsonaro, der nächste Präsident Brasiliens zu werden, stehen nicht schlecht.
Hitze macht Ungleichheit sichtbar: In den Favelas ist es bis zu 15 Grad Celsius heißer als in den benachbarten, gehobenen Stadtvierteln in São Paulo. Fachleute und Gemeindevertreter setzen sich dafür ein, dass auch arme Viertel von Investitionen in Wohnraum, Parks und Baumbestand profitieren.
In São Paulos Drogenviertel Cracolândia bietet ein Verein Menschen Auswege aus dem Leben auf der Straße an. Er nutzt dazu Auftritte von Clowns, von denen manche selbst früher drogensüchtig waren.
In Brasilien rückt die industrielle Landwirtschaft in Gebiete vor, in denen indigene Gemeinschaften und Kleinbauern leben. Wo das geschieht, häufen sich Konflikte – oft zusätzlich vom Klimawandel angefacht. Der Staat schaut dem weitgehend tatenlos zu.
Regierungen in Lateinamerika greifen immer drastischer gegen Kriminalität durch und versuchen so, Wählerstimmen zu gewinnen. Dabei schädigen sie den Rechtsstaat und verletzen Menschenrechte – und ob das „Modell Bukele“ gegen Gewalt­kriminalität wirkt, ist fraglich.
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Gegenschläge haben dramatische Folgen im Nahen Osten und darüber hinaus. Die Staatschefs von Indien, Südafrika, Brasilien und Nigeria versuchen den diplomatischen Spagat, und Bürger spüren die Auswirkungen vor allem in der Geldbörse.
Zehn Jahre nach einer Zika-Epidemie müssen Tausende Kinder in den ärmsten Regionen Brasiliens mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen leben. Ihre Mütter haben sich organisiert und Behörden in die Verantwortung genommen.
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!