Israel
Somaliland bietet sich als Stützpunkt für den Krieg gegen die Huthis und den Iran an und hofft im Gegenzug auf die lang ersehnte Anerkennung als Staat. Das dürfte das Gegenteil von dem bewirken, was sich die Regierung erhofft, meint Tillmann Elliesen.
Nach dem Hamas-Massaker vor drei Jahren und dem Krieg in Gaza seither herrscht in Israel weitgehend Konsens, dass der Staat auf Gewalt und Stärke setzen muss. Abkommen werden als Zeichen von Schwäche gesehen, meint der israelische Politologe José Brunner.
In seinem Buch sucht der Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi nach den Gründen, warum in muslimischen Kreisen der Hass auf Israel immer größer wird. Dass er dabei konsequent den Kontext der Palästinenser ausblendet, rückt sein Buch in die Nähe eines Pamphlets.
Kriege, Machtpolitik und die Erosion des Völkerrechts prägen die internationale Politik zunehmend. Das bedroht humanitäre Errungenschaften und macht Entwicklungszusammenarbeit gerade jetzt unverzichtbar.
Die israelische Regierung fördert die Umsiedlung von Menschen aus Indien, die sich als Nachfahren eines jüdischen Stammes verstehen. Was als Heimkehr verkauft wird, stärkt gezielt den jüdischen Charakter ausgewählter Städte in Israel. Auch im Nordosten Indiens ist das Programm umstritten.
Palästinensische Christen kritisieren scharf, dass Kirchen anderswo, gerade in Deutschland, Israels Vorgehen in Gaza und der Westbank nicht verurteilen. Zu diesen Vorwürfen schweigen die deutschen Kirchen bisher.
Immer wieder attackiert der Iran die Staaten am Persischen Golf. Bader Al Saif von der Universität von Kuwait verurteilt das scharf – genauso wie die Angriffe Israels und der USA auf den Iran. Nötig seien eigene Verhandlungen der Golfstaaten mit Iran.
Völkermord gilt als das „Verbrechen aller Verbrechen“. Der Vorwurf wiegt schwer und die Gefahr besteht, dass er politisch missbraucht wird. Die Sozialwissenschaftlerin Line Engbo Gissel ist trotzdem dafür, dass der Begriff in der politischen Auseinandersetzung verwendet werden darf – und nicht nur vor Gericht. Über die Genozid-Vorwürfe gegen Myanmar und Israel und das Risiko, den Begriff zu missbrauchen.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran relativiert der Bundeskanzler das Völkerrecht. Aber schlimmer noch: Er verschweigt die weltpolitischen Folgen und behauptet, dieser Krieg werde Gutes bringen. Eine erschreckend schlichte Sicht, meint Bernd Ludermann.
Vor 35 Jahren hat sich Somaliland von Somalia abgespalten, jetzt hat Israel es als erstes Land als Staat anerkannt. Die Gefahr besteht, dass das für Instabilität sorgt – über Somaliland hinaus, warnt Markus Virgil Höhne.
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