Haiti verurteilt Abschiebungen aus der Dominikanischen Republik

Port-au-Prince, Mexiko-Stadt - Die Regierung Haitis hat die Abschiebung von zahlreichen haitianischen Einwanderern aus der Dominikanischen Republik als „unmoralischen und repressiven Akt“ bezeichnet. Wie die Zeitung „Listin Diario“ am Dienstag (Ortszeit) berichtete, waren in der vergangenen Woche fast 11.000 Haitianer in ihr verarmtes und von Bandengewalt erschüttertes Heimatland abgeschoben worden.

Bolivien: Morales soll zu Anschuldigungen gegen sich aussagen

Santiago de Chile/Tarija - Der bolivianische Ex-Präsident Evo Morales soll am Mittwoch als Verdächtiger in einer laufenden Ermittlung wegen Sexualverkehrs mit einer Minderjährigen und Menschenhandels vor der Staatsanwaltschaft in der Stadt Tarija aussagen. Das berichtet die Zeitung "El Deber" unter Berufung auf Angaben des Generalstaatsanwalts des Landes vom Montag (Ortszeit). Morales soll den bisherigen Ermittlungen zufolge 2016 eine Beziehung mit einer damals 15-Jährigen gehabt und mit ihr eine Tochter gezeugt haben. Präsident Morales wertet die Ermittlungen als politische Verfolgung.

Chiles Präsident kündigt Entlastung Studierender an

Santiago de Chile - Der chilenische Präsident Gabriel Boric hat ein Gesetzespaket angekündigt, um Verschuldungen für ein Studium ein Ende zu bereiten. In einer in allen chilenischen Fernsehkanälen übertragenen Videobotschaft stellte er am Montagabend (Ortszeit) einen Schuldenschnitt für alle 1,2 Millionen Menschen an, die seit 2005 mit einem staatlich verbürgten Kredit ihr Studium finanziert und diesen bislang nicht zurückgezahlt haben.

Wahlbehörde: Amtsinhaber Saied bleibt tunesischer Präsident

Tunis - Amtsinhaber Kais Saied hat die Präsidentschaftswahl in Tunesien im ersten Wahlgang deutlich gewonnen. Dies gab die Wahlbehörde ISIE, deren Mitglieder vom Präsidenten ernannt werden, am Montagabend in Tunis bekannt. Er erhielt nach offiziellen Angaben 90,69 Prozent der Stimmen. Bereits am Vorabend hatte eine Nachwahlbefragung eine große Mehrheit für ihn vorausgesagt. Insgesamt hatten sich rund 2,8 Millionen der mehr als 9,7 Millionen Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligt. Die Wahlbeteiligung lag laut vorläufigem amtlichen Endergebnis bei 28,8 Prozent.

Mosambik wählt neuen Präsidenten

Nairobi/Maputo - In Mosambik wird am Mittwoch ein neuer Präsident gewählt. Prognosen rechnen dem Anwalt und ehemaligen Regionalgouverneur Daniel Chapo die besten Chancen aus. Er tritt für die seit der Unabhängigkeit regierende Partei Frelimo an. Die Amtszeit des aktuellen Präsidenten Filipe Nyusi endet im Januar nach zehn Jahren, in denen er versucht hat, eine gemeinsame Basis mit der größten Oppositionspartei Renemo zu finden, um Frieden in dem südostafrikanischen Land zu sichern.

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