Polizei in Nigeria geht bei Protesten gegen Journalisten vor

Abuja/Dakar - Bei Protesten gegen die Wirtschaftslage in Nigeria sind die Sicherheitskräfte gegen Journalisten vorgegangen. Im Bundesstaat Rivers sei eine Demonstration gewaltsam auseinandergetrieben worden, berichtete die nigerianische Zeitung „Vanguard“ am Dienstag. Dabei seien Polizisten von jugendlichen Schlägergruppen begleitet worden, die Medienvertreter daran hinderten, Aufnahmen von den Vorfällen zu machen.

Misereor-Studie: Ernährungsarmut trotz wachsender Weltwirtschaft hoch

Aachen - Trotz einer wachsenden Weltwirtschaft ist die globale Ernährungsarmut dramatisch hoch. Zu diesem Ergebnis kommt die am Dienstag in Aachen vorgestellte Studie „Armutslücke Welternährung 2024“ des katholischen Hilfswerks Misereor und der Universität Göttingen. Danach fehlte im Berichtszeitraum 2022 weltweit zwei von fünf Menschen das Geld für eine gesunde Ernährung. Besonders kritisch ist die Situation danach in Subsahara-Afrika.

Waldbrände: Bolivien ruft Katastrophenzustand aus

Santiago de Chile/Santa Cruz - Wegen der seit Monaten andauernden Waldbrände hat Boliviens Regierung den nationalen Katastrophenzustand erklärt. Über das Notstandsrecht würden nun weitere finanzielle Mittel zur Bekämpfung der Brände bereitgestellt, erklärte Präsident Luis Arce am Montag (Ortszeit). Zudem werde um mehr internationale Hilfe gebeten. Ganz Südamerika ist derzeit von verheerenden Waldbränden betroffen, insbesondere Brasilien, Bolivien und Argentinien.

Forderung nach Entschädigung von DDR-Vertragsarbeitern aus Mosambik

Berlin - Die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke und das Deutsche Institut für Menschenrechte dringen auf eine Entschädigung von DDR-Vertragsarbeitern aus Mosambik, die bis heute nicht vollständig ihren Lohn erhalten haben. Gemeinsam mit weiteren Unterstützern und dem Betroffenen David Macou präsentierten die Institutionen am Montag in Berlin einen Appell an den Bundestag, möglichst noch in dieser Wahlperiode Zahlungen auf den Weg zu bringen. Viele der schätzungsweise rund 17.000 ehemaligen Vertragsarbeiter seien bereits gestorben, heißt es in dem Appell.

"Ärzte ohne Grenzen": Sexuelle Gewalt im Kongo nimmt massiv zu

Nairobi/Goma - In Teilen der Demokratischen Republik Kongo hat die sexuelle Gewalt gegen Frauen nach einem Bericht von „Ärzte ohne Grenzen“ massiv zugenommen. Wie die Hilfsorganisation am Montag mitteilte, geht dies aus Daten ihrer Einrichtungen in fünf Provinzen hervor. Dort seien im vergangenen Jahr etwa 25.000 Opfer sexueller Gewalt behandelt worden, mehr als doppelt so viele wie 2022, als etwa 9.700 Behandlungen gezählt wurden.

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