Deutschland leistet weniger internationale Klimahilfe

Berlin - Deutschland hat im vergangenen Jahr Klimahilfen in Höhe von 5,7 Milliarden Euro für Entwicklungsländer bereitgestellt. Damit liegen die Mittel unter den geleisteten 6,39 Milliarden Euro des Jahres 2022. Wie das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesentwicklungsministerium am Freitag in Berlin mitteilten, wurden die Zahlen für 2023 nun an die EU-Kommission gemeldet.

UN: Bis zu 700 Menschen durch Gewalt im Libanon getötet

Genf - Im Libanon sind durch den Krieg zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah laut den UN in weniger als einer Woche bis zu 700 Menschen getötet worden. Zudem hätten Tausende Kinder, Frauen und Männer Verletzungen erlitten, erklärte der humanitäre Koordinator der UN für den Libanon, Imran Riza, am Freitag bei einer Videokonferenz. Nahezu 120.000 Menschen seien innerhalb weniger Stunden vor der Gewalt und dem Beschuss Israels geflüchtet. Die Zahl der Menschen auf der Flucht steige unaufhörlich an. Die Situation sei katastrophal.

Mexiko: Angehörige verschwundener Studenten fordern Aufklärung

Mexiko-Stadt  - Zum zehnten Jahrestag der Verschleppung von 43 Studenten in Mexiko haben Tausende Menschen Aufklärung gefordert. In Mexiko-Stadt demonstrierten nach Angaben der Behörden am Donnerstag (Ortszeit) mindestens 10.000 Menschen. Angeführt wurde der Protestzug in der Hauptstadt von den Vätern und Müttern der in der Nacht auf den 27. September 2014 in der Stadt Iguala verschleppten Lehramtsanwärtern.

Menschenrechtler kritisieren Beschuss von Zivilisten im Kongo

Nairobi - Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) wirft der Rebellengruppe M23 sowie den Streitkräften Ruandas Angriffe auf Zivilisten im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor. Vertriebenenlager und dicht besiedelte Gegenden nahe der Regionalhauptstadt Goma seien wahllos beschossen worden, erklärte HRW am Donnerstag in Nairobi. Die von Ruanda unterstützte M23-Miliz hatte im Jahr 2021 eine Offensive gestartet und hat mittlerweile große Teile der Region Nord-Kivu unter ihre Kontrolle gebracht.

Bundesregierung präsentiert neue Strategie für humanitäre Hilfe

Berlin - Die Bundesregierung hat eine neue Strategie für die humanitäre Hilfe vorgestellt. Das Konzept des Auswärtigen Amtes, das Staatssekretärin Susanne Baumann am Donnerstag in Berlin vorstellte, soll als Kompass für das deutsche Handeln im internationalen humanitären System dienen. Fachleute sehen in dem Papier keinen großen Wurf - vor allem vor dem Hintergrund der geplanten Kürzungen im Etat für die humanitäre Hilfe.

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