Zwei Tote bei Protesten gegen Amtsenthebung von Castillo in Peru

Berlin/Lima - Nach der Amtsenthebung von Präsident Pedro Castillo ist es in zahlreichen Regionen Perus zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und Anhängern des ehemaligen Staatschefs gekommen. In der Stadt Andahuaylas im Andenhochland wurden zwei Menschen bei den Protesten getötet, wie die Tageszeitung „La República“ am Sonntagabend (Ortszeit) berichtet. Fünf weitere Menschen wurden schwer verletzt. Die Demonstranten forderten Neuwahlen und die Freilassung von Castillo. Zumindest für vorgezogene Neuwahlen zeigte sich die neue Präsidentin Dina Boluarte erstmals offen.

UN weiten nach Friedensabkommen humanitäre Hilfe in Äthiopien aus

Genf - Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR will nach der Vereinbarung eines Friedens im Norden Äthiopiens seine humanitäre Unterstützung für notleidende Menschen ausweiten. Das Friedens-Abkommen zwischen der Zentralregierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) erlaube die Lieferung von mehr Hilfsgütern, erklärte der UNHCR-Gesandte in Äthiopien, Mamadou Dian Balde, am Freitag während einer Videokonferenz in Genf.

WHO: Leichte Fortschritte im Kampf gegen die Malaria

Genf - Die Weltgesundheitsorganisation meldet leichte Fortschritte im Kampf gegen die Tropenkrankheit Malaria. Die Zahl der erfassten Todesfälle durch Malaria sei in den vergangenen beiden Jahren geringfügig gesunken, teilte die WHO am Donnerstag in Genf mit.

Im Jahr 2021 seien 619.000 Menschen an Malaria gestorben, 2020 habe die Zahl der Toten noch bei 625.000 gelegen. Langfristig könne die Welt die Malaria besiegen, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Perus Präsident Castillo des Amtes enthoben

Berlin/Lima - In Peru hat das Parlament nach einem heftigen Machtkampf Staatspräsident Pedro Castillo des Amtes enthoben. Der Kongress stimmte am Mittwoch (Ortszeit) mit 101 Ja-Stimmen, 6 Nein-Stimmen und 10 Enthaltungen für die Absetzung, wie die Tageszeitung „La República“ berichtete. Castillo wird „permanente moralische Unfähigkeit“ vorgeworfen. Vizepräsidentin Dina Boluarte übernahm die Amtsgeschäfte und wurde noch am Mittwoch als neue Präsidentin vereidigt. Später am Abend wurde Castillo festgenommen.

Menschenrechtler prangern Folter und Misshandlungen in El Salvador an

Frankfurt a.M./New York - In El Salvador verüben die Sicherheitskräfte unter dem seit Monaten verhängten Ausnahmezustand laut einem Bericht weitreichende Menschenrechtsverletzungen. In dem mittelamerikanischen Land komme es zu widerrechtlichen Inhaftierungen, Folter und anderen Misshandlungen von Gefangenen, erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Mittwoch in New York. Der Ausnahmezustand wurde Ende März verhängt und seitdem mehrfach verlängert.

Ostkongo: M23-Rebellen erklären sich bereit für Rückzug

Frankfurt a.M./Goma - In dem von Konflikten und Gewalt heimgesuchten Osten der Demokratischen Republik Kongo haben die M23-Rebellen ihre Bereitschaft angekündigt, sich aus den von ihnen kontrollierten Gebieten zurückzuziehen. Wie der von den UN finanzierte Sender Radio Okapi am Mittwoch berichtete, will die mutmaßlich von Ruanda unterstützte Gruppe nach eigenem Bekunden die Bemühungen um einen dauerhaften Frieden in dem zentralafrikanischen Land unterstützen.

Kongo: Regierung und Rebellen einigen sich auf Friedensvereinbarung

Frankfurt a.M., Nairobi - Bewaffnete Gruppen, Regierungsvertreter und Opfer haben sich auf ein Ende der Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo geeinigt. Die Vereinbarung sieht die Entwaffnung und Auflösung der Rebellengruppen vor, ebenso wie ihre Wiedereingliederung in das zivile Leben, wie der UN-finanzierte lokale Sender Radio Okapi am Dienstag berichtete.

Abkommen zwischen Militär und Zivilgesellschaft im Sudan

Frankfurt a.M., Khartum - Die Militärregierung und zivile Parteien im Sudan haben eine Vereinbarung zur Rückkehr zur Demokratie unterschrieben. Dies berichtete die sudanesische Nachrichtenagentur Suna am Montag in der Hauptstadt Khartum. Das vorläufige Abkommen, das innerhalb von vier Wochen von einer finalen Vereinbarung abgelöst werden soll, sieht unter anderem eine zweijährige Übergangsphase bis zur Abhaltung von Wahlen vor. Heikle Themen wie Justiz und Sicherheit sind darin noch nicht enthalten und sollen mit breiter Beteiligung in die endgültige Fassung aufgenommen werden.

Kolumbien: Erstes Ergebnis bei Friedensverhandlungen mit ELN

Berlin/Bogotá - Bei den Friedensgesprächen zwischen der kolumbianischen Regierung und der ELN-Guerilla wurde ein erstes Ergebnis erzielt. Beide Seiten einigten sich darauf, dass das vertriebene indigene Volk der Embera in sein angestammtes Land im Westen Kolumbiens zurückkehren kann. Dies gab Präsident Gustavo Petro laut der Tageszeitung „El Tiempo“ am Sonntag (Ortszeit) bekannt. Die Embera waren vor der Gewalt zwischen Drogenbanden, bewaffneten paramilitärischen Gruppen und der ELN geflohen.

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