WHO: Kampf gegen Mütter- und Säuglingssterblichkeit in Afrika stockt

Frankfurt a.M., Brazzaville - In Afrika ist der Kampf gegen die Mütter- und Säuglingssterblichkeit ins Stocken geraten. Die Fortschritte der vergangenen Jahre hätten sich jüngst deutlich verlangsamt, erklärte die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Matshidiso Moeti, am Donnerstag in Kongo-Brazzaville. „Es ist entscheidend, dass die Regierungen eine radikale Kurskorrektur vornehmen.“

EU-Lieferkettengesetz: Hilfswerke fordern Schutz von Kinderrechten

Köln - In einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) fordern Hilfsorganisationen, die Rechte von Kindern im geplanten EU-Lieferkettengesetz besonders zu berücksichtigen. Es sei entscheidend für einen wirksamen Schutz der Kinderrechte, dass die EU-Richtlinie Unternehmen verpflichtet, menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in der gesamten Lieferkette zu analysieren, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Brief an Scholz und die zuständigen Bundesministerien.

Äthiopien: UN sagen Unterstützung für Friedensprozess in Tigray zu

Addis Abeba, Genf - UN-Generalsekretär António Guterres hat der äthiopischen Zentralregierung Unterstützung für den Friedensprozess in der Krisenregion Tigray zugesagt. Der vereinbarte Waffenstillstand zwischen der Zentralregierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) müsse umgesetzt werden, erklärte Guterres laut einer UN-Mitteilung am Donnerstag bei einem Besuch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba.

Igbo statt Englisch: Regierung in Nigeria will Lokalsprachen fördern

Frankfurt a.M./Abuja - In Nigeria sollen Schulkinder in Zukunft in lokalen Sprachen statt auf Englisch unterrichtet werden. Wie der britische Sender BBC am Donnerstag berichtete, einigte sich die Regierung auf eine entsprechende Regelung für Grundschulkinder. Bisher fand der Unterricht in dem westafrikanischen Land in allen Altersstufen in der Amtssprache Englisch statt.

Alternative Nobelpreise in Stockholm verliehen

Frankfurt a.M./Stockholm - In Stockholm sind am Mittwochabend die Alternativen Nobelpreise verliehen worden. In einer im Internet übertragenen Zeremonie wurden die Somalierinnen Fartuun Adan und Ilwad Elman, Oleksandra Matwijtschuk und das Zentrum für Bürgerliche Freiheiten (CCL) aus der Ukraine, die Initiative Cecosesola für soziale Gerechtigkeit aus Venezuela und die ugandische Organisation Afiego geehrt. Die Auszeichnung ist mit jeweils einer Million Schwedischen Kronen (rund 92.000 Euro) dotiert.

Bericht: Jedes sechste Kind weltweit wächst in Konfliktgebiet auf

Berlin - Das Leben von Millionen von Kindern ist laut einer Studie von Krieg, Konflikten und Gewalt geprägt. Weltweit sei im vergangenen Jahr jedes sechste Kind in einer Konfliktregion aufgewachsen, teilte die Hilfsorganisation „Save the Children“ am Mittwoch in Berlin mit. Zu den gefährlichsten Ländern für Kinder zählen laut einer gemeinsam mit dem Osloer Friedensforschungsinstitut Prio erstellten Studie der Jemen, Afghanistan und die Demokratische Republik Kongo.

Schulze: Ausbau der sozialen Sicherung weltweit stärker unterstützen

Berlin - Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) will gemeinsam mit der internationalen Arbeitsorganisation ILO und der Weltbank den Ausbau der sozialen Sicherung weltweit voranbringen. Im Zuge des deutschen Vorsitzes in der Gruppe der sieben wichtigsten demokratischen Industriestaaten G7 traf sie sich am Dienstag in Berlin mit ILO-Generaldirektor Gilbert Houngbo und der Weltbankvertreterin für Entwicklungspolitik, Mari Pangestu, um sich besser zu koordinieren. Schulze erklärte, „Krisenzeiten brauchen widerstandsfähige Gesellschaften - weltweit.“

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