Venezuela: Regierung und Opposition beschließen Sanktions-Lockerungen

Berlin/Mexiko-Stadt - Bei ihrer ersten Verhandlungsrunde nach mehr als einem Jahr Unterbrechung haben sich Regierung und Opposition Venezuelas auf eine Lockerung der Sanktionen geeinigt. So unterzeichneten beide Seiten eine Vereinbarung über die Freigabe von drei Milliarden Dollar für die Lebensmittelversorgung und soziale Projekte, wie die Tageszeitung „El Nacional“ am Samstagabend (Ortszeit) berichtet. Dafür soll ein Fonds eingerichtet werden, der von den Vereinten Nationen verwaltet wird.

Regierung und Opposition in Venezuela wollen Dialog wieder aufnehmen

Berlin/Caracas - Regierung und Opposition in Venezuela wollen die vor mehr als einem Jahr auf Eis gelegten Verhandlungen wieder aufnehmen. Die Gespräche unter Vermittlung von Kolumbien, Argentinien, Frankreich und Norwegen sollen am Samstag in Mexiko-Stadt beginnen, wie die Online-Zeitung „El Nacional“ am Donnerstag (Ortszeit) berichtete. Themen sind unter anderem die gravierenden humanitäre Krise und die Abhaltung von Wahlen.

Waffenruhe für den Ostkongo vereinbart

Nairobi/Luanda - Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda haben sich auf einen Feuerpause für den Ostkongo verständigt. Die Miliz M23 werde die Kämpfe einstellen und sich aus den von ihnen eroberten Gebieten zurückziehen, heißt es in einer am Donnerstag von der kongolesischen Präsidentschaft veröffentlichten Erklärung. Kongos Präsident Felix Tshishekedi und der ruandische Außenminister Vincent Biruta hatten die Vereinbarung am Mittwochabend bei Gesprächen in Angola getroffen.

Konfliktforscherin: Deutschland muss Rolle in Mali klar kommunizieren

Frankfurt a.M. - Mit der Entscheidung über ein Aus des Bundeswehr-Einsatzes in Mali hat Deutschland nach Ansicht der Konfliktforscherin Antonia Witt eine klare Linie für alle Seiten gezogen. Im Inland sei es wichtig, dass die Debatte nicht länger von anhaltendem Hickhack über ein Ende oder ein Datum dafür bestimmt werde und sich nun auf die künftige Rolle Deutschlands in Mali konzentrieren könne, sagte die Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Bolsonaro zieht gegen Wahlergebnisse vor Gericht

Berlin / São Paulo - Nach der verlorenen Präsidentschaftswahl in Brasilien ficht der scheidende Staatschef Jair Bolsonaro einen Teil der Wahlergebnisse vor Gericht an. Er habe Klage vor dem Wahlgericht eingereicht, um die Stimmen einer Reihe elektronischer Wahlcomputer für ungültig erklären zu lassen, meldete die Tageszeitung „Folha de São Paulo“ am Dienstagabend (Ortszeit).

UN: Bewaffnete töten mehr als 1.000 Flüchtlinge im Kongo

Genf - Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat vor der eskalierenden Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo gewarnt. Seit Februar seien mehr als 1.000 Menschen bei Angriffen bewaffneter Gruppen auf Flüchtlingsunterkünfte oder auf dem Weg zurück in ihre Heimat getötet worden, sagte die UNHCR-Direktorin für internationalen Schutz, Elizabeth Tan, am Freitag in Genf.

Gräueltaten in Tigray - ein Genozid?

Nairobi - Öffnet man Twitter und sucht nach Tigray, dann findet man viele Posts über einen „Tigray Genocide“, einen angeblichen Völkermord in der äthiopischen Krisenregion. Doch bisher gibt es dazu keine offizielle Verlautbarung eines Gerichts, eines Landes oder der Vereinten Nationen. Was zu lesen ist, sind Berichte über grausame Massaker an Zivilisten und über Vergewaltigungen, aufgezeichnet von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen.

Massenamnestie in Myanmar: Prominente Ausländer kommen frei

Frankfurt a.M/Naypyidaw - In Myanmar hat die Militärjunta die Entlassung von fast 6.000 Gefangenen angekündigt. Im Zuge der Massenamnestie sollen auch prominente ausländische Häftlinge freikommen, wie die Nachrichtenportale „Myanmar Now“ und „Khit Thit Media“ am Donnerstag berichteten. Dazu gehören der australische Ökonom Sean Turnell, ein früherer Berater der gestürzten Zivilregierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die ehemalige britische Botschafterin Vicky Bowman sowie der japanische Dokumentarfilmer Toru Kubota.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!