"Ärzte ohne Grenzen": In Somalia droht auch eine Gesundheitskrise

Nairobi/Mogadischu - Wegen der verheerenden Dürre wird Somalia laut „Ärzte ohne Grenzen“ auch von einer Gesundheitskrise heimgesucht. Neben weitverbreiteter Mangelernährung bekämpfe die Organisation Masern- und Choleraausbrüche, sagte der Somalia-Landesvertreter Djoen Besselink dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Nairobi. „Wir sind mit einer vielschichtigen Gesundheitskrise konfrontiert, deren Faktoren sich gegenseitig negativ beeinflussen.

Guterres fordert sofortiges Ende der Kämpfe in Äthiopien

Nairobi/New York - UN-Generalsekretär António Guterres hat ein sofortiges Ende der Gewalt und eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Konfliktparteien in Äthiopien gefordert. Die Gewalt und die Zerstörung in dem ostafrikanischen Land seien alarmierend, erklärte Guterres am Dienstag auf Twitter. Die Vereinten Nationen seien bereit, die Afrikanische Union (AU) in jeder Hinsicht dabei zu unterstützen, den Albtraum für die Menschen zu beenden.

Ministerien einigen sich auf Aufnahmeprogramm für gefährdete Afghanen

Berlin - Besonders gefährdete Afghaninnen und Afghanen sollen künftig über ein Bundesaufnahmeprogramm nach Deutschland kommen können. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) einigten sich darauf, monatlich etwa 1.000 Personen, die zu dieser Gruppe gehören, und ihre Familienangehörigen aufzunehmen, wie beide Ministerien am Montag in Berlin mitteilten.

Ohne Filter: Wie Afrika seine Geschichten selbst in die Hand nimmt

Nairobi - „Country Queen“ erzählt von den Spannungen zwischen Großstadt und Landleben, Arbeitsleben und Privatleben. Dinge, die Menschen überall auf der Welt beschäftigen - die aber selten erzählt werden, wenn es um afrikanische Länder geht. In der ersten kenianischen Serie auf Netflix, die in diesem Sommer online gegangen ist, dreht es sich aber genau um diese Themen, und zwar aus der Sicht direkt vor Ort. Und genau das kommt bislang viel zu kurz, findet „Africa No Filter“, eine panafrikanische Initiative.

UN: Hälfte der Welt nicht auf Katastrophen vorbereitet

Genf - Die Vereinten Nationen (UN) sehen viele Entwicklungsländer und Inselstaaten schlecht auf Naturkatastrophen vorbereitet. Jedes zweite Land der Welt verfügt laut einem neuen UN-Bericht nicht über Frühwarnsysteme zur Erkennung von mehreren gleichzeitig auftretenden oder aufeinanderfolgenden Naturkatastrophen. Unter diesen Staaten seien besonders viele Entwicklungsländer und Inselstaaten, heißt es in dem Bericht, der am Donnerstag in Genf erschien.

Mexiko reicht Klage gegen US-Rüstungskonzerne ein

Frankfurt a.M., Mexiko-Stadt - In einem neuen Versuch, gegen den illegalen Waffenhandel vorzugehen, hat Mexiko Klage gegen Rüstungskonzerne in den USA eingereicht. Nach der Abweisung einer ersten Klage habe die Regierung eine weitere gegen fünf Unternehmen im Bundesstaat Arizona eingereicht, erklärte Außenminister Marcelo Ebrard am Montagabend (Ortszeit) in einem über die sozialen Netzwerke veröffentlichten Video. Die Firmen seien für den Verkauf von Waffen verantwortlich, die in Mexiko bei Morden und Femiziden eingesetzt würden.

Migrationsbeauftragte rechnet mit mehr Flüchtlingen aus der Ukraine

Berlin - Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, schließt eine erneut steigende Zahl von Flüchtenden aus der Ukraine in den nächsten Monaten nicht aus. „Zurzeit sind die Zahlen der neu ankommenden Geflüchteten aus der Ukraine weiter rückläufig, rund 150 pro Tag, aber ein harter Kriegswinter kann das ändern“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Dienstag).

Staaten weltweit kürzen Ausgaben für Gesundheit, Soziales und Bildung

Berlin - Die Politik in vielen Ländern hat laut einer aktuellen Untersuchung seit Beginn der Corona-Pandemie Armut und Ungleichheit gefördert. Mehr als Zweidrittel (70 Prozent) der insgesamt 161 Staaten hätten die Ausgaben für Bildung reduziert, die Hälfte habe die Sozialausgaben gekürzt und 50 Prozent der Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau hätten weniger für den Gesundheitssektor ausgegeben. Eine Ausnahme bilde Deutschland. Die Bundesrepublik belegt den zweiten Platz im Index „Commitment to Reducing Inequality“ (CRI), den Oxfam am Dienstag in Berlin vorgestellt hat.

"Mayors for Peace": Bundesregierung muss Atomwaffen ächten

Hannover - Belit Onay (Grüne), ist Oberbürgermeister der Stadt Hannover und Sprecher der Initiative „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) in Deutschland. Das weltweite Bündnis mit rund 800 Mitgliedskommunen allein in Deutschland unterstützt derzeit besonders ukrainische Städte.

epd: Was können Stadtoberhäupter in Deutschland, aber auch weltweit konkret tun, um den Frieden und die militärische Abrüstung zu fördern?

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