Friedensnobelpreis geht nach Belarus, Russland und in die Ukraine

Frankfurt a.M./Oslo - Unter dem Eindruck des russischen Angriffskrieges geht der Friedensnobelpreis in diesem Jahr an Menschenrechtler aus Russland, der Ukraine und Belarus. Ausgezeichnet werden die russische Organisation Memorial, das Center for Civil Liberties aus der Ukraine und der belarussische Menschenrechtsanwalt Ales Bjaljazki, wie das Nobelkomitee am Freitag in Oslo mitteilte. Damit werde ihr Einsatz für die Menschenrechte, Demokratie und die friedliche Verständigung in den drei Nachbarländern gewürdigt, erklärte die Komiteevorsitzende Berit Reiss-Andersen.

UN: Not in äthiopischer Konfliktregion Tigray spitzt sich zu

Genf - Die Not und der Hunger von Millionen Menschen in der umkämpften Region Tigray im Norden Äthiopiens nehmen laut den UN immer weiter zu. Seit gut sechs Wochen seien die Flüge mit Lebensmitteln, Medizin und anderen Gütern für die Bevölkerung ausgesetzt, betätigte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst in Genf. Helfer verteilten in Tigray die verbleibenden Vorräte.

EU sagt Pakistan Fluthilfe in Höhe von 30 Millionen Euro zu

Brüssel - Angesichts der Überschwemmungen in Pakistan stellt die Europäische Union 30 Millionen Euro an Hilfsgeldern bereit. „Die Menschen in Pakistan leiden unter den verheerenden Folgen einer noch nie dagewesenen Flutkatastrophe“, erklärte der für Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarčič am Dienstag bei seinem Besuch in Pakistan. „Einmal mehr hat uns die Natur an die Auswirkungen der globalen Erwärmung erinnert.“

Ruanda-Genozid: Prozess gegen mutmaßliche Schlüsselfigur eröffnet

Frankfurt a.M., Den Haag - Der Völkermord-Prozess gegen den ruandischen Geschäftsmann Félicien Kabuga in Den Haag hat am Donnerstag begonnen. Der Angeklagte habe entschieden fernzubleiben, erklärte der vorsitzende Richter lain Bonomy am UN-Tribunal. Das Verfahren werde dennoch fortgesetzt. Kabuga muss sich wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Genozids in Ruanda 1994 verantworten.

Alternative Nobelpreise nach Somalia, Ukraine, Venezuela und Uganda

Frankfurt a.M./Stockholm - Die Alternativen Nobelpreise gehen in diesem Jahr nach Somalia, in die Ukraine, nach Venezuela und Uganda. Das gab der Direktor der Right Livelihood Stiftung, Ole von Uexküll, am Donnerstag in Stockholm bekannt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden ausgezeichnet für ihren Einsatz für Frieden, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. Die Auszeichnung ist mit jeweils einer Million Schwedischen Kronen (rund 92.000 Euro) dotiert und soll die Arbeit der Geehrten nachhaltig fördern. Überreicht werden die Preise am 30. November in Stockholm.

Angeklagt des Völkermords in Ruanda

Nairobi, Den Haag - Einst war Félicien Kabuga einer der reichsten Männer Ruandas. Dann nutzte er sein Geld, um zum Völkermord gegen die Tutsi aufzuhetzen und Hutu-Milizen auszustatten. Jetzt steht er in Den Haag vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, sich am Völkermord in Ruanda 1994 beteiligt, ihn mit geplant und eine zentrale Rolle in der Hetze und Anstiftung zum Genozid gespielt zu haben.

Brasilien vor klimapolitischer Richtungswahl

Rio de Janeiro - „Rückschritt, Zerstörung und Inkompetenz - das sind die drei Dinge, die die Regierung Bolsonaro uns in Sachen Klimapolitik hinterlässt“, sagt Izabella Teixeira. Sie war in zwei früheren Regierungen der Arbeiterpartei Umweltministerin. Heute berät sie verschiedene Akteure der Klimapolitik und arbeitet am Wahlkampfprogramm von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva mit, der erneut für das Amt kandidiert. Die klimapolitische Debatte wird auch in Brasilien immer wichtiger.

Hass und Hetze - Brasiliens Präsident Bolsonaro kämpft um Wiederwahl

Berlin / São Paulo - Gott, Familie und Geld - mit diesen drei Metaphern kämpft Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bolsonaro um seine Wiederwahl. Zum „Kampf zwischen Gut und Böse“ hat er die Abstimmung am 2. Oktober ausgerufen. Seinen Rivalen, den linksgerichteten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, verunglimpft er als Lügner, Ex-Sträfling und Dieb. Bolsonaros Ehefrau Michelle, eine evangelikale Christin, behauptet sogar, dass mit Lula der Dämon in den Präsidentenpalast eingezogen sei.

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