Missio: Mädchen religiöser Minderheiten in Pakistan massiv gefährdet

Aachen - Das katholische Missionswerk Missio fordert die Bundesregierung auf, gegen die Bedrohung von Mädchen religiöser Minderheiten in Pakistan vorzugehen. „Nach Schätzungen von NGOs werden jährlich rund 1.000 Mädchen und junge Frauen entführt, zwangsverheiratet und zur Konversion gezwungen“, sagte Katja Voges, Missio-Expertin für Menschenrechte und Religionsfreiheit, dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Aachen. Die Dunkelziffer liege wahrscheinlich sehr viel höher. Mit einer Kampagne für eine Petition an die Bundesregierung will Missio vom 12.

Absatz von Fairtrade-Produkten legt um fünf Prozent zu

Köln - Trotz der deutlich gestiegenen Inflation in Deutschland kann die Fairtrade-Initiative im ersten Halbjahr 2022 ein Wachstum vermelden. So sei die Menge fair gehandelter Produkte, die in Deutschland abgesetzt wurde, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut fünf Prozent gewachsen, teilte Fairtrade Deutschland am Donnerstag in Köln mit. Positiv entwickelte sich den Angaben zufolge unter anderem der Absatz von Bananen, Kakao, Tee und Kaffee. Auch in der von Corona gebeutelten Gastronomie nehme der Absatz von Fairtrade-Kaffee Fahrt auf.

UN-Bericht: Krisen machen Entwicklungsfortschritte zunichte

Nairobi/New York - Neun von zehn Länder weltweit sind in ihrer Entwicklung in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Lebensstandard zurückgefallen. Zahlreiche Krisen sorgten dafür, dass Fortschritte der vergangenen Jahre zunichte gemacht wurden, heißt es im Bericht zur menschlichen Entwicklung des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), der am Donnerstag vorgelegt wurde. Der Index zur menschlichen Entwicklung liege nun auf dem Niveau von 2016.

Flutkatastrophe: Deutschland sagt Pakistan 13 Millionen Euro Hilfe zu

Berlin - Deutschland unterstützt Pakistan bei der Bewältigung der verheerenden Fluten mit 13 Millionen Euro. Diese Summe habe Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) der pakistanischen Klimaministerin Sherry Rehman in einer Videokonferenz zugesagt, teilte das Bundesentwicklungsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Mit dem Geld solle vor allem die Versorgung der besonders verwundbaren Bevölkerungsgruppen über ein vorhandenes soziales Sicherungssystem unterstützt werden.

Baerbock: Deutschland darf es sich im Sahel nicht zu einfach machen

Berlin - Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat im Bundestag für das militärische Engagement in der Sahelzone geworben. Deutschland dürfe es sich im Sahel „nicht zu einfach machen“, sagte sie am Mittwoch bei der ersten Lesung zu ihrem Etat im Bundestag in Berlin. Sie könne als deutsche Außenministerin schwer an andere Länder appellieren: „Bitte helft uns bei der Verteidigung unserer europäischen Friedensordnung“, und dann zu sagen: „Aber wir haben gerade nicht Kraft oder Ressourcen, uns weiter im Sahel zu engagieren“.

Fake News und gezielte Ansprache

Frankfurt a.M./São Paulo - Wer vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien durch das Instagram-Profil von Laís Leão scrollt, merkt schnell, was ihr wichtig ist. Besonders häufig tauchen die Themen Frauen in der Politik und Stadtentwicklung auf. In einem Infopost klärt sie beispielsweise darüber auf, wie man sich für mehr Frauen in den Parlamenten einsetzen kann. Rund 3.000 Menschen folgen der 28-jährigen Brasilianerin auf Instagram.

Kenia: Oberstes Gericht bestätigt Wahlergebnis

Nairobi - Der Oberste Gerichtshof in Kenia hat das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen bestätigt. Mit der am Montag in Nairobi verkündeten Entscheidung wird der bisherige Vizepräsident William Ruto, der die Wahl knapp gewonnen hatte, kommende Woche offiziell ins Amt eingeführt. Hauptkläger bei der Anfechtung der Ergebnisse der Wahl vom 9. August war der unterlegene Kandidat Raila Odinga. Beide Kandidaten hatten vor der Urteilsverkündung versprochen, die Entscheidung des Gerichts anzuerkennen.

Hilfsorganisationen warnen vor Hunger in Burkina Faso

Nairobi/Ouagadougou - Mehrere Hilfsorganisationen haben vor einer Verschärfung der Hungerkrise in Burkina Faso gewarnt. Mehr als 600.000 Menschen seien in dem westafrikanischen Land von einer akuten Hungersnot bedroht, erklärte ein Zusammenschluss von 28 Organisationen am Montag in Ouagadougou. Das seien etwa doppelt so viele Menschen wie im Jahr zuvor. Zugleich seien fast zwei Millionen Menschen in dem Land mit rund 20 Millionen Einwohnern durch einen Konflikt vertrieben worden.

Lautstarke Klima-Demo am Rande des Ökumene-Gipfels

Karlsruhe – Mit lautstarkem Protest, Trommeln und Gesang haben mehr als 100 junge Leute aus aller Welt in Karlsruhe für Klimagerechtigkeit demonstriert. Am Rande bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) forderten sie gemeinsam mit Mitgliedern von „Fridays for Future“ von Politik und Kirchen ein sofortiges Handeln gegen die Klimakrise. Sie riefen die Vertreter des globalen Christen-Treffens auf, eine eigene Kommission für Klimagerechtigkeit einzusetzen.

Entwicklungspolitiker starten Appell "Lasst sie nicht verhungern!"

Berlin - Führende Entwicklungspolitiker unterschiedlicher Parteien haben einen Appell gegen die geplante Kürzung des Entwicklungsetats im Bundeshaushalt 2023 gestartet. „Uns erfüllt diese Entwicklung mit großer Sorge“, heißt es in dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Papier mit dem Titel „Lasst sie nicht verhungern!“. Unterzeichnet wurde der Appell vom amtierenden Vorsitzenden des Entwicklungsausschusses im Bundestag, Christoph Hoffmann (FDP), sowie mehreren Amtsvorgängern von Union, Grünen und SPD.

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