Hilfsorganisationen mahnen Gerechtigkeit für Rohingya an

Frankfurt a.M., Bangkok - Fünf Jahre nach den Gräueltaten an den Rohingya haben Menschenrechtler und Hilfsorganisationen Gerechtigkeit und eine Zukunftsperspektive für die Überlebenden angemahnt. Amnesty International prangerte die ausbleibende juristische Aufarbeitung der Verbrechen an. Nicht ein einziger hochrangiger Militärangehöriger aus Myanmar sei für die Gewalttaten an der muslimischen Minderheit verfolgt worden, sagte die stellvertretende Amnesty-Kampagnen-Direktorin für Südostasien, Ming Yu Hah, am Mittwoch in Bangkok.

Die Wut richtet sich gegen illegale Goldschürfer

Johannesburg - Die eigentliche Tat spielt kaum noch eine Rolle: Ende Juli wurden in Südafrika acht Frauen von Dutzenden Männern vergewaltigt. Der brutale Übergriff erschütterte das Land, in dem sexualisierte Gewalt für viele Frauen Alltag ist. Doch das gerät in vielen Medienberichten und der öffentlichen Debatte in den Hintergrund. Und auch die Wut der Bevölkerung richtet sich gegen die sogenannten Zama-Zamas, wie die häufig aus dem Ausland stammenden Goldsucher genannt werden, die illegal in stillgelegten Minen schürfen und für die Tat verantwortlich gemacht werden.

UN warnen vor Hungertod von Millionen Kindern in Afrika

Genf, New York - Die verheerende Dürre in Teilen Afrikas bedroht laut dem Hilfswerk Unicef Millionen Kinderleben. Ohne schnelle Hilfe drohe vielen Mädchen und Jungen der Tod, warnte Unicef am Dienstag in New York.

Anlässlich der Weltwasserwoche hielt Unicef fest, dass in den Sahelländern Burkina Faso, Tschad, Mali, Niger und Nigeria rund 40 Millionen Kinder in hohem bis extrem hohem Maße durch Wassermangel gefährdet seien.

Offener Brief: Weltökumene soll für Abrüstung eintreten

Bonn - Friedensorganisationen fordern von Mitgliedern der weltweiten kirchlichen Ökumene, sich zu Gewaltverzicht und Abrüstung zu bekennen. Rund eine Woche vor Beginn der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) vom 31. August bis 8. September in Karlsruhe appellieren die Unterzeichner eines am Montag veröffentlichten Offenen Briefs an die Delegierten, sich für einen Beitritt ihrer Länder zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzusetzen. Zudem fordern sie einen Export-Stopp für Rüstungsgüter und eine Umwidmung militärischer Ausgaben.

Kongolesischer Aktivist: Die Wut auf die Blauhelmsoldaten ist groß

Goma - Nach teils gewaltsamen Protesten gegen die UN-Mission Monsuco im Ostkongo ist die Stimmung laut lokalen Aktivisten nach wie vor aufgeheizt. „Die Bevölkerung ist wütend“, sagte John Banyene von der Société Civile Nord-Kivu dem Evangelischen Pressedienst (epd). Seit fast 23 Jahren seien die UN-Truppen im Land, „aber die Sicherheitslage hat sich nicht verbessert“. Sie sei im Gegenteil immer schlimmer geworden, sagte der Präsident des Netzwerks von mehr als 500 lokalen Organisationen, Gewerkschaften und Jugendbewegungen.

Wahlkampfstart in Brasilien

Berlin/São Paulo - In Brasilien hat der Wahlkampf begonnen: In dem politisch tief gespaltenen Land treffen der rechtsextreme Amtsinhaber Jair Bolsonaro und der linksgerichtete Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva aufeinander. Der Wahlkampf wird von Sicherheitsbedenken überschattet, nachdem ein Funktionär von Lulas Arbeiterpartei PT im Juni von einem Bolsonaro-Anhänger erschossen wurde. Mehr als 156 Millionen Brasilianer sind am 2. Oktober aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen.

Hilfsorganisationen warnen vor Vergessen humanitärer Krisen

Berlin - Angesichts wachsender Not weltweit fordert der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (Venro) die Bundesregierung zum Aufstocken ihrer Unterstützung auf. Die Menschen in den vielen „vergessenen Krisen“ dürften nicht aus dem Blick geraten, mahnte Venro am Mittwoch in Berlin anlässlich des Welttags der Humanitären Hilfe am 19. August.

Wahlen in Kenia: Unterlegener Kandidat Odinga zweifelt Ergebnis an

Frankfurt a.M./Nairobi - Einen Tag nach der Bekanntgabe hält der Streit um die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Kenia an. Der unterlegene Kandidat Raila Odinga zweifelte das Ergebnis am Dienstag an. Die von der Wahlkommission veröffentlichten Zahlen seien „null und nichtig“ und müssten von einem Gericht aufgehoben werden, sagte Odinga in Nairobi bei einer Pressekonferenz. Der 77-Jährige lag laut dem offiziellen Ergebnis äußerst knapp hinter dem bisherigen Vizepräsidenten William Ruto (55), der die Wahl gewann.

Fachleute fordern mehr Personal im Bereich humanitäre Hilfe

Berlin - Um die zunehmenden Krisen weltweit besser zu bewältigen, braucht Deutschland nach Angaben von Fachleuten mehr Personal in der humanitären Hilfe. Die Bundesrepublik sei mittlerweile mit mehr als 2,5 Milliarden Euro jährlich nach den USA der zweitgrößte Geber für humanitäre Hilfe, sagte der Direktor des Centre for Humanitarian Action e.V., Ralf Südhoff. Deutschland werde dieser gewichtigen Rolle aber nur bedingt gerecht, fügte Südhoff am Dienstag in Berlin anlässlich des Welttages der humanitären Hilfe am 19. August hinzu.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!