UN-Hochkommissarin: Lage in Myanmar katastrophal

Genf - Die Militärherrscher in Myanmar gehen laut den UN immer brutaler gegen die eigene Bevölkerung vor. Die Lage der Einwohner Myanmars sei katastrophal, warnte die amtierende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Nada Al-Nashif, am Montag in Genf. Das Militär bringe zunehmend Leid und Angst.

Vor dem UN-Menschenrechtsrat erklärte sie, dass seit dem Putsch im Februar 2021 mindestens 2.316 Menschen getötet worden seien, darunter mindestens 188 Kinder. Das Militär und andere Kräfte des Regimes hätten mehr als 15.607 Menschen verhaftet, etwa 12.464 davon seien noch in Gewahrsam.

Immer mehr Ebola-Fälle in Uganda

Frankfurt a.M., Kampala - Der Ebola-Ausbruch in Uganda weitet sich aus. Die Zahl der mutmaßlichen Ebola-Toten habe sich auf 21 erhöht, meldete die Zeitung „Daily Monitor“ am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden des ostafrikanischen Landes. Bislang seien insgesamt 34 Krankheitsfälle bekannt, bei etwa der Hälfte sei bisher Ebola bestätigt.

Die Fieberkrankheit war zunächst im Bezirk Mubende im Zentrum Ugandas aufgetreten. Inzwischen habe sie auch Nachbarbezirke erreicht, hieß es in dem Bericht weiter. In der Hauptstadt Kampala wurden noch keine Fälle bekannt.

UN-Experte sieht den Sudan vor dem Kollaps

Frankfurt a.M., Genf - Der Sudan steht ohne schnelle Lösungen zahlreicher Probleme nach Einschätzung des UN-Experten Eddie Rowe vor dem Kollaps. „Ich würde den Sudan heute als tickende Zeitbombe bezeichnen“, sagte der Landesdirektor des Welternährungsprogramms (WFP) dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet unter gravierender Ernährungsunsicherheit.“ Die Lage verschlechtere sich seit der Machtübernahme des Militärs im Oktober 2021 jeden Tag.

"Fridays for Future": Kolonialismus für Klimakrise mitverantwortlich

Berlin/Frankfurt a. M. - Die Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ hat Industriestaaten vorgeworfen, mit wirtschaftlichen Mitteln weiterhin ärmere Länder im globalen Süden zu unterdrücken. Kolonialismus sei für die Klimakrise mitverantwortlich, sagte Sprecherin Luisa Neubauer sinngemäß in englischer Sprache bei der Demo in Berlin anlässlich des globalen Klimastreiks. Am elften Aktionstag der Bewegung am Freitag nahmen nach Darstellung einer Sprecherin bundesweit 280.000 Menschen teil.

UN Women Deutschland fordert mehr weibliche Abgeordnete im Bundestag

Bonn - Der Verein UN Women Deutschland fordert mehr weibliche Abgeordnete im Bundestag. „Das Schneckentempo bei der Steigerung des Frauenanteils im Bundestag muss beendet werden“, sagte die Vereinsvorsitzende und frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Elke Ferner am Donnerstag in Bonn. Deshalb unterstütze UN Women Deutschland auch die Kampagne „#ParitätJetzt!“, die sich für eine gleichberechtigte politische Teilhabe aller Geschlechter einsetzt.

Neue Kämpfe und großes Leid: Krieg im Norden Äthiopiens ohne Ende

Nairobi/Addis Abeba - Seit einem Monat wird in und um Tigray im Norden Äthiopiens wieder gekämpft. Nach fünf Monaten humanitärer Feuerpause gibt es neue Gefechte an mehreren Fronten in der Region und Bombenangriffe auf zivile Ziele, zum Beispiel einen Kindergarten. Zehntausende wurden bereits durch die neuen Kriegshandlungen vertrieben. Jetzt ist von einer Großoffensive äthiopischer Truppen mit Unterstützung Eritreas die Rede.

Guterres: Planet steht in Flammen

New York, Genf - UN-Generalsekretär António Guterres hat die Länder zu verstärkten Anstrengungen für eine ökologische Rettung des Planeten Erde aufgerufen. Der Planet stehe „im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen“, betonte Guterres am Montag in New York mit Blick auf Erderwärmung, Feuersbrünste und andere Klimakatastrophen.

Auf einer UN-Konferenz zu den internationalen Nachhaltigkeitszielen für eine bessere Welt sprach Guterres eine dreifache Krise des Planeten an: Den Zusammenbruch des Klimas, den Verlust der biologischen Vielfalt und die Verschmutzung.

Afghanistan: Hilfsorganisationen unzufrieden mit Plänen für Aufnahme

Berlin - Prominente Hilfsorganisationen haben in einem Brief an die Bundesregierung scharfe Kritik an den derzeitigen Plänen für das versprochene Aufnahmeprogramm für Afghanen geübt und mit einem Rückzug aus den Gesprächen gedroht. „Das Auswahlverfahren für das Bundesaufnahmeprogramm droht in der jetzigen Konzeption aus unserer Sicht zu scheitern“, heißt es in einem Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt.

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