Malawi: Schlimmster Cholera-Ausbruch der letzten zehn Jahre

Frankfurt a.M. /New York - Nach verheerenden Überschwemmungen zu Jahresbeginn erlebt Malawi derzeit den UN zufolge den schlimmsten Cholera-Ausbruch der vergangenen zehn Jahre. Seit März hätte sich die Krankheit in 27 von 29 Distrikten des Landes ausgebreitet, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag (Ortszeit) in New York. Laut der WHO in Malawi wurden bis zum 7. November insgesamt 6.253 Ansteckungen registriert, knapp 200 Menschen starben.

Mali: Generalstreik für besseren Schutz der Bevölkerung ausgerufen

Nairobi - Gewerkschaften haben in den malischen Regionen Gao und Ménaka zu einem zweitägigen Generalstreik aufgerufen. Mit dem Ausstand, der am Dienstag begann, forderten die Streikenden die Regierung auf, endlich für Sicherheit in den Regionen im Zentrum und Osten des Landes zu sorgen, berichtete der französische Radiosender RFI. Der Streik sei eine Warnung an die Regierung. Ein Alltag sei in der aktuellen Bedrohungslage kaum möglich.

Kirchen-Weltbünde fordern gerechteres globales Wirtschaftssystem

Genf/Frankfurt a.M. - Fünf kirchliche Weltbünde haben mit Blick auf den G20-Gipfel in Indonesien Mitte November ein gerechteres globales Wirtschafts- und Finanzsystem gefordert. Dieses müsse sich mehr um das Wohlergehen aller Menschen kümmern, heißt es in einem am Montag in Genf vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) verbreiteten Brief an die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer. Diese wollen sich am 15. und 16. November auf Bali treffen.

Welthungerhilfe: Klimakonferenz muss Hunger in den Fokus nehmen

Berlin - Die Welthungerhilfe fordert, den globalen Kampf gegen den Hunger in den Mittelpunkt der Weltklimakonferenz in Ägypten zu stellen. „Die Zahl der Hungernden ist weltweit auf bis 828 Millionen Menschen gestiegen, und der Klimawandel gehört zu den größten Hungertreibern“, sagte die Präsidentin der Hilfsorganisation, Marlehn Thieme, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montag).

Weltklimakonferenz beginnt am Sonntag in Ägypten

Berlin/Scharm el Scheich - Im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich beginnt am Sonntag die 27. Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Bei den knapp zweiwöchigen Verhandlungen beraten Delegierte aus mehr als 190 Ländern über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wird dort gemeinsam mit zahlreichen anderen Staats- und Regierungschefs am Montag und Dienstag erwartet.

Das Militär soll es richten

Rio de Janeiro - „Keiner akzeptiert dieses Wahlergebnis. Mit Sicherheit gab es Wahlbetrug“, sagt der Demonstrant Mario Jorge Ramos in Rio de Janeiro. Wie Tausende andere Menschen ist er wenige Tage nach der Stichwahl um das brasilianische Präsidentenamt vor den Duque de Caixas Palast, den Hauptsitz des Militärs in Rio de Janeiro, gekommen, um seine Unterstützung für den gerade abgewählten Präsidenten Jair Bolsonaro zu zeigen. Die meisten Menschen hier tragen die Nationalfarben Grün und Gelb, viele haben sich auch eine Brasilien-Flagge um die Schultern gewickelt.

Hoffnung auf Frieden in Äthiopien

Nairobi/Pretoria - Nach knapp zwei Jahren Bürgerkrieg in Äthiopien gibt es Hoffnung auf Frieden. Bei Gesprächen in Südafrika einigten sich Gesandte der äthiopischen Regierung und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) auf eine sofortige Waffenruhe, wie die Vermittler der Afrikanischen Union am Mittwochabend bekannt gaben. Für Tigray soll demnach wieder die äthiopische Verfassung gelten. International wurde die Einigung begrüßt. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete das Abkommen als „kritischen ersten Schritt“.

Amnesty: Benzin-Lieferungen tragen zu Kriegsverbrechen in Myanmar bei

London/Yangon (epd). Angesichts systematischer Luftangriffe durch Myanmars Militärjunta gegen die Zivilbevölkerung fordern Menschenrechtler einen Stopp der Lieferketten für Flugbenzin. In einem Bericht vom Donnerstag kritisiert Amnesty International, dass solche Lieferungen ausländischer Firmen zu Kriegsverbrechen in dem südostasiatischen Land beitrügen. Die internationale Gemeinschaft müsse dafür sorgen, dass diese Schiffsladungen die Militärs nicht erreichten, fordert die Organisation.

UN-Sicherheitsrat verlängert Unterstützungsmission für Somalia

Nairobi/New York - Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat der Unterstützungsmission für Somalia (Unsom) um ein Jahr verlängert. Fast alle Mitgliedsländer stimmten am Montag (Ortszeit) in New York dafür, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Nur China enthielt sich demnach bei der Abstimmung. Die seit 2013 bestehende Mission soll der somalischen Regierung sowie der Afrikanischen Union beim Schutz der Bevölkerung und bei der Stabilisierung des ostafrikanischen Landes helfen.

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