Mutter eines Verschwundenen in Mexiko ermordet

Mexiko-Stadt, La Cruz de Elota - Im nordmexikanischen Bundesstaat Sinaloa haben Unbekannte Rosario Lilián Rodríguez Barraza, eine Aktivistin und Mutter eines Verschwundenen, ermordet. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde ihre Leiche am Mittwoch (Ortszeit) an Bahngleisen in der Gemeinde La Cruz de Elota gefunden. Einen Tag zuvor war die 44-Jährige nach einer Messe für ihren verschleppten Sohn Fernando entführt worden. Sie war Mitglied der Gruppe „Corazones sin justicia“, die nach verschleppten Angehörigen sucht.

Rüstungsexporte 2021: Höchster jährlicher Genehmigungswert

Berlin – Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr Rüstungsexporte im Wert von 9,4 Milliarden Euro genehmigt. Wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, handelt es sich um „den historisch höchsten jährlichen Genehmigungswert“. Zuvor hatte das Kabinett den Rüstungsexportbericht 2021 beschlossen. Im Wesentlichen seien die Entscheidungen über die Rüstungslieferungen vor der Amtsübernahme der aktuellen Bundesregierung getroffen worden, hieß es.

UN-Universität: Mit naturnahen Ansätzen gegen Umweltkatastrophen

Bonn – Um Umweltkatastrophen und dem Klimawandel besser zu begegnen, werben Wissenschaftler der Vereinten Nationen für naturnahe Ansätze. Natur- und Klimagefahren müssten sich nicht zu Katastrophen entwickeln, denn ihre negativen Folgen könnten mit den richtigen Lösungsansätzen reduziert und in manchen Fällen sogar verhindert werden, heißt es in dem am Mittwoch von der UN-Universität in Bonn veröffentlichten Bericht „Interconnected Disaster Risks 2021/2022“. Zentral sei dafür, beschädigte Ökosysteme wiederherzustellen, sagte Co-Autor Jack O’Connor.

Amnesty beklagt Gewalt gegen afghanische Schutzsuchende

Berlin – Amnesty International hat die Gewalt gegen afghanische Schutzsuchende in der Türkei und im Iran angeprangert. Laut einem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Bericht haben iranische Sicherheitskräfte seit August 2021 mindestens elf Afghaninnen und Afghanen getötet und Dutzende weitere verletzt. Dabei hätten sie wiederholt auf voll besetzte Autos geschossen. Auch beim Einsatz scharfer Munition durch den türkischen Grenzschutz seien drei Menschen aus Afghanistan ums Leben gekommen.

Fluten in Pakistan: Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf

Berlin - Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für die Flutopfer in Pakistan auf. Etwa 30 Millionen Menschen seien betroffen und mehr als 1.000 Frauen, Männer und Kinder bereits ums Leben gekommen, teilte das evangelische Hilfswerk am Dienstag in Berlin mit. „Das Ausmaß der Katastrophe ist erschreckend“, sagte der Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler. Pakistan werde viel und lange Zeit Hilfe brauchen.

Brasilien: Scharfe Attacken bei TV-Duell zwischen Lula und Bolsonaro

Berlin/São Paulo - Wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Brasilien haben sich Amtsinhaber Jair Bolsonaro und Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in der ersten TV-Debatte gegenseitig angegriffen. Bolsonaro warf Lula Korruption vor und nannte ihn einen Dieb. „Seine Regierung war die korrupteste in der Geschichte Brasiliens“, sagte Bolsonaro am Sonntagabend (Ortszeit) in seinem Eröffnungsstatement.

Impfkampagne nach neuem Ebola-Fall im Ostkongo gestartet

Frankfurt a.M./Beni - Nach dem erneuten Auftreten eines Ebola-Falls im Ostkongo hat eine Impfkampagne begonnen. Wie der französische Auslandssender RFI in der Nacht zum Freitag berichtete, sollen in der Stadt Beni insgesamt 200 Dosen Impfstoff an das Gesundheitspersonal und die etwa 160 Kontaktpersonen der verstorbenen Frau verabreicht werden. Am 15. August war laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine 46-jährige Frau in Beni an der tödlichen Infektionskrankheit gestorben.

Religionsbeauftragter: In Nigeria die Friedensstifter stärken

Berlin - Der Religionsfreiheitsbeauftragte der Bundesregierung, Frank Schwabe (SPD), hat bei einem Besuch in Nigeria für die Stärkung der versöhnenden Kräfte des Landes geworben. „Es gibt gerade bei den Religionsführern sehr verantwortungsvolle und Frieden stiftende Akteure, die von Deutschland unterstützt werden sollten“, sagte Schwabe dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Imam der Zentralmoschee in der Hauptstadt Abuja beispielsweise sei ein sehr ausgleichender Mensch.

"Kirche in Not" besorgt über Festnahme von nicaraguanischem Bischof

Königstein - Nach der Festnahme des nicaraguanischen Bischofs Rolando Álvarez hat sich das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ besorgt über die Lage von Christen in dem Land gezeigt. „Die Situation ist kritisch, die Polarisierung groß und die Konfrontation stark“, sagte die Projektdirektorin Regina Lynch laut Mitteilung des Hilfswerks von Donnerstag. Die weltweit tätige Organisation hat ihren Hauptsitz in Königstein im Taunus.

Nach Bruch der Waffenruhe: Guterres mahnt Frieden in Äthiopien an

Frankfurt a.M./New York - UN-Generalsekretär António Guterres hat sich tief schockiert geäußert über den Bruch der Waffenruhe in Äthiopien. Er sei traurig über die Nachricht von der Wiederaufnahme der Kämpfe in dem ostafrikanischen Land, sagte Guterres laut seinem Sprecher Stéphane Dujarric am Mittwoch (Ortszeit) in New York. Die Menschen in Äthiopien hätten bereits zu viel gelitten.

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