Menschenrechtler verurteilen Umgang mit Konvertiten aus dem Iran

Frankfurt a. M. - Christliche Konvertiten aus dem Iran scheitern laut Menschenrechtlern in Deutschland immer häufiger mit ihren Asylanträgen. Iranische Christen hätten in Deutschland offenbar keine Lobby, sagte der Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Martin Lessenthin, am Donnerstag in Frankfurt am Main.

Trotz Sanktionen verübt das Militär in Myanmar weiter Verbrechen

Frankfurt a.M./Yangon - Der Tod aus der Luft ist in Myanmar Alltag geworden: Die Militärjunta lässt Dörfer, Straßen und Felder bombardieren. Zivilistinnen und Zivilisten werden getötet oder flüchten zu Tausenden. Andere Dörfer beschießt das Regime mit Granaten oder erschießt die Bewohner, wie es in einem kürzlich erschienenen Bericht der Menschenrechtsorganisation „Kachin Women's Association“ heißt. Die Bombardements sind demnach eine direkte Vergeltung für militärische Verluste der Junta in strategisch wichtigen Gebieten, insbesondere entlang von Versorgungsrouten und Hauptstraßen.

UN: Millionen Menschen durch stockenden Kampf gegen Aids in Gefahr

Montreal, Genf - Der Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids ist nach UN-Angaben in den vergangenen beiden Jahren weltweit ins Stocken geraten. Millionen Menschenleben seien nun durch die Krankheit gefährdet, warnte das Hilfsprogramm Unaids am Mittwoch in Montreal. Im vergangenen Jahr zählte Unaids 1,5 Millionen Neuinfektionen. Damit sei das globale Ziel um mehr als eine Million überschritten worden.

Amnesty: Mindestens 251 Hinrichtungen im Iran seit Beginn des Jahres

Berlin - Im Iran sind laut Menschenrechtlern seit Beginn des Jahres mindestens 251 Menschen hingerichtet worden. Die tatsächliche Zahl sei wahrscheinlich höher, weil die Behörden Informationen zu verhängten und vollstreckten Todesurteilen geheim hielten, teilte Amnesty International am Mittwoch in Berlin mit. In Gefahr ist demnach auch ein Deutsch-Iraner.

Proteste gegen UN-Blauhelmmission im Ostkongo

Frankfurt a.M./Goma - Bei Protesten gegen die UN-Blauhelmmission hat es in der Demokratischen Republik (DR) Kongo erneut Ausschreitungen gegeben. In Goma, der Hauptstadt der östlichen Provinz Nord-Kivu, seien am Dienstag Räume des UN-Einsatzes Monusco angegriffen und geplündert worden, berichtete der kongolesische Radiosender Okapi. Mehrere Straßen würden von Demonstrantinnen und Demonstranten blockiert. Auch in der Stadt Butembo kam es demnach zu Protesten gegen die Blauhelme.

"Geo Barents" rettet 157 Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer

Frankfurt a.M. - Hunderte Flüchtlinge und Migranten sind in den vergangenen Tagen von privaten Seenotrettern im Mittelmeer gerettet worden. Die Crew der von „Ärzte ohne Grenzen“ betriebenen „Geo Barents“ holte seit Montagabend 157 Schutzsuchende an Bord, wie die Hilfsorganisation am Dienstag mitteilte. Damit seien nun 209 Überlebende auf dem Schiff. Auch die „Ocean Viking“ und die „Sea-Watch 3“ harrten am Dienstagnachmittag mit jeweils Hunderten Geretteten auf dem Mittelmeer aus.

Amnesty: Taliban zerstören Leben von Frauen und Mädchen

Frankfurt a.M., London - Laut Amnesty International wird das Leben afghanischer Frauen und Mädchen systematisch zerstört. Das geht aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Taliban missachten demnach seit ihrer Machtübernahme im August 2021 die Rechte der weiblichen Bevölkerung auf Bildung, Arbeit und freie Fortbewegung, verweigern ihnen Schutz und Unterstützung im Fall häuslicher Gewalt und inhaftieren sie für mindere Verstöße gegen diskriminierende Regeln.

Philippinen: Marcos Junior verspricht Investitionen in die Wirtschaft

Frankfurt a.M./Quezon - Bei seiner ersten Rede an die Nation hat der neue philippinische Präsident Ferdinand Marcos Junior umfangreiche Investitionen für die Wirtschaft versprochen. Auch weiterhin sollten fünf bis sechs Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Infrastrukturprojekte ausgegeben werden, sagte Marcos Junior am Montag vor dem Kongress in Quezon. Auf die Menschenrechtslage in dem Inselstaat ging der umstrittene Staatschef hingegen bei der im Internet übertragenen Rede nicht ein.

EU strebt Frontex-Einsätze im Senegal und in Mauretanien an

Brüssel - Die EU plant Einsätze der Grenzschutzagentur Frontex im Senegal und in Mauretanien. Dabei gehe es um die „Verhinderung irregulärer Ausreisen“, zitiert die Nichtregierungsorganisation Statewatch aus zwei Dossiers der EU. Der Rat hat laut einer Entscheidung von Ende Juni die Aufnahme von Verhandlungen mit den beiden Staaten genehmigt. Der Senegal und Mauretanien sind wichtige Ausgangspunkte für Migranten, um auf die Kanarischen Inseln zu gelangen.

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