Gelder gestrichen: Caritas und Diakonie beklagen Aus von Klimaprojekt

Berlin - Diakonie und Caritas beklagen das Aus ihres gemeinsamen Klimaschutzprojektes mit bundesweit 100 teilnehmenden Trägern. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz habe die Finanzierung dafür gestrichen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Sozialverbände, die am Mittwoch in Berlin verbreitet wurde. Dennoch bekräftigten beide kirchlichen Verbände ihr Ziel, ihre Einrichtungen und Dienste möglichst schnell klimaneutral zu machen.

Kolumbiens neuer Präsident will mit ELN-Guerilla verhandeln

Berlin, Bogotá - Kolumbiens neuer Präsident Gustavo Petro will mit der Guerillagruppe ELN Friedensverhandlungen aufnehmen. Dafür müssten beide Seiten einen Waffenstillstand vereinbaren, sagte der Linkspolitiker am Dienstag (Ortszeit) in einem Interview mit dem kolumbianischen Radiosender WRadio. „Für Kolumbien ist heute die Zeit des Friedens gekommen“, sagte Petro, der am 7. August als erster linksgerichteter Präsident in dem südamerikanischen Land vereidigt wird.

Burkina Faso: 22 Menschen bei Angriff getötet

Frankfurt a.M., Ouagadougou - Bei einem Angriff auf eine Gemeinde im westafrikanischen Burkina Faso sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Bei der Attacke in der Nacht auf Montag wurden zudem mehrere Menschen verletzt, wie das Nachrichtenportal „Lefaso“ am späten Montagabend unter Berufung auf Behördenangaben berichtete. Demnach fand der Angriff in der Provinz Kossi statt, die an der Grenze zu Mali liegt.

Amnesty: Hilfe für Nordwest-Syrien muss weitergehen

Berlin - Wenige Tage vor dem drohenden Ende der grenzüberschreitenden humanitären Hilfe für Nordwest-Syrien dringt Amnesty International auf deren Fortsetzung. Der UN-Sicherheitsrat müsse das dafür notwendige Mandat dringend verlängern, bevor es am 10. Juli ausläuft, sagte die Amnesty-Expertin für Asylpolitik, Franziska Vilmar, am Dienstag in Berlin. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation sind mindestens vier Millionen Menschen in dem Gebiet von der Hilfe abhängig.

Westafrikanisches Bündnis Ecowas hebt Sanktionen gegen Mali auf

Frankfurt a.M., Accra - Nach der Zusicherung der malischen Militärregierung auf eine Machtübergabe bis 2024 hebt die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas Sanktionen gegen das Mitgliedsland auf. Bei einem Gipfel in Accra einigten sich die Staaten der Region laut Berichten des Senders RFI vom Montag, unter anderem Grenzschließungen, Einfrieren von Vermögenswerten oder Aussetzung von Handels- und Finanzaktionen rückgängig zu machen. Auch abberufene Ecowas-Botschafter könnten nun wieder in die malische Hauptstadt Bamako zurückkehren.

Entwicklungspolitik: Schulze bietet weiteren Ländern Partnerschaft an

Berlin - Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) will die Zusammenarbeit mit weiteren fünf Ländern zu einer bilateralen Partnerschaft aufwerten. Wie ihr Ministerium am Freitag mitteilte, vereinbarte sie am Freitag in Armenien mit dem Land eine entsprechende Zusammenarbeit. Neu auf die Länderliste des Ministeriums wurden zudem Bolivien, Laos, Nepal und die Mongolei aufgenommen.

Kolumbien: Wahrheitskommission ruft zu Dialog zur Versöhnung auf

Berlin/Bogotá - Die kolumbianische Wahrheitskommission hat zu einem breiten Dialog zur Versöhnung aufgerufen. Mit ihrem Abschlussbericht lege sie das Fundament für Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, sagte der Kommissionsvorsitzende Francisco de Roux am Dienstag (Ortszeit) in Bogotá. Der Bericht sei ein Zeugnis über einen jahrzehntelangen Konflikt, in dem 80 Prozent der Opfer Zivilisten waren. Mit dem Bericht wird den Opfern des Bürgerkriegs eine Stimme gegeben und ihr Leid anerkannt. Außerdem beinhaltet er zahlreiche Empfehlungen an die Politik.

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