Oxfam: Blockade von Corona-Patente-Freigabe kostet Menschenleben

Berlin - Vor dem Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) dringen Hilfsorganisationen auf die Freigabe von Corona-Patenten. Seit die Verhandlungen dazu vor 20 Monaten begonnen hätten, seien bereits 17,5 Millionen Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, erklärte Oxfam zusammen mit dem Bündnis People's Vaccine Alliance (PVA) am Donnerstag. Die Patentfreigabe sei unerlässlich, damit einkommensschwache Länder der Pandemie durch eigene Produktion von Impfstoffen und Medikamenten begegnen könnten.

Ugandische Klimaaktivistin erhält Helmut-Schmidt-Zukunftspreis

Hamburg - Die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate (25) ist erste Preisträgerin des mit 20.000 Euro dotierten Helmut-Schmidt-Zukunftspreises. Die Wochenzeitung „Die Zeit“, die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung und „The New Institute“ verleihen den Preis am 28. Juni im Kleinen Saal der Hamburger Elbphilharmonie, wie die Stiftung am Dienstag in der Hansestadt mitteilte. Die Auszeichnung würdige innovative Leistungen in den Bereichen Demokratie, Gesellschaft und Technologie, hieß es. Sie soll künftig jährlich in Hamburg verliehen werden.

Studie: Fairtrade-Bauern widerstandsfähiger gegen globale Krisen

Köln - In Zeiten globaler Krisen sind Fairtrade-zertifizierte Kleinbauern in Entwicklungsländern laut einer Studie wirtschaftlich widerstandsfähiger. Stabile Preise und Unterstützungsprogramme vor Ort bildeten ein Sicherheitsnetz für die Landwirte, ihre Organisation und ihre lokalen Gemeinschaften, erklärte Fairtrade Deutschland am Dienstag in Köln.

Mali: Militär will Macht 2024 an Zivilregierung übergeben

Frankfurt a.M., Bamako - Malis Militär will die Macht 2024 an eine zivile Regierung übergeben. Der Chef der militärischen Übergangsregierung, Assimi Goïta, unterzeichnete ein entsprechendes Dekret, das am Montagabend im staatlichen Fernsehen verlesen wurde. Demnach soll die Übergangszeit 24 Monate dauern, rückwirkend ab dem 26. März dieses Jahres. Anfang des Jahres hatte das Militär angekündigt, bis zu fünf Jahre an der Macht bleiben zu wollen, was zu Sanktionen durch die Länder der Region und dem Norden und massiven Spannungen geführt hatte.

Migrantenkarawane macht sich auf den Weg in die USA

Mexiko-Stadt/Tapachula - Tausende Migranten und Flüchtlinge haben sich am Montag (Ortszeit) von der südmexikanischen Grenzstadt Tapachula aus in einer Karawane auf den Weg Richtung USA gemacht. Der Marsch begann bewusst gleichzeitig mit dem in Los Angeles stattfindenden Amerikagipfel, auf dem ein neues Migrationsabkommen vereinbart werden soll. Man wolle den Staats- und Regierungschefs sagen, dass die Migranten nicht das „Tauschmittel ideologischer oder politischer Interessen“ seien, erklärte der Menschenrechtsverteidiger Luis García Villagrán vor Journalisten.

Myanmar: Menschenrechtler fordern Stopp geplanter Hinrichtungen

Frankfurt a.M., Yangon - Angesichts der drohenden Exekutionen von vier Dissidenten in Myanmar haben etwa 200 zivilgesellschaftliche Organisationen die Militärjunta aufgefordert, die Todesurteile nicht zu vollstrecken. Stattdessen müssten die Männer ebenso wie alle übrigen politischen Gefangenen unverzüglich freigelassen werden, heißt es in der Erklärung vom Montag.

Zahlreiche Tote bei Angriff auf Pfingstmesse in Nigeria

Frankfurt a.M./Abuja - Bewaffnete Männer haben im Bundesstaat Ondo im Südwesten Nigerias Dutzende Gottesdienstbesucher getötet. Die Täter drangen während der Pfingstmesse am Sonntag in die katholische Kirche St. Francis in der Stadt Owo ein, berichtete der britische Sender BBC. Die Männer hätten um sich geschossen und einen Priester sowie einige Gottesdienstbesucher entführt.

Offener Brief: Beziehungen zur russisch-orthodoxen Kirche beenden

Berlin - Wegen der Parteinahme für den russischen Angriffskrieg in der Ukraine fordern evangelische Theologen und kirchennahe Politiker, die russisch-orthodoxe Kirche Moskauer Patriarchats aus dem Weltkirchenrat auszuschließen. Der Weltkirchenrat solle prüfen, wie die Mitgliedschaft ausgesetzt werden könne, heißt es in einem Offenen Brief der evangelischen Theologin Ellen Ueberschär und der Historikerin Katharina Kunter von Freitag, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Zuerst hatte die „Welt“ darüber berichtet.

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