Amnesty beklagt tödliche Gewalt zwischen Hirten und Bauern im Tschad

Dakar, N'Djamena - Konflikte zwischen Viehhirten und Bauern im Tschad, die durch die Klimakrise verschärft werden, haben laut Amnesty International in den vergangenen Jahren wiederholt zu tödlicher Gewalt geführt. Zwischen 2022 und 2024 seien in dem zentralafrikanischen Land dadurch mindestens 98 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden, teilte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag zur Veröffentlichung eines Berichts mit.

Endspurt: Das sind die strittigen Themen auf der Weltklimakonferenz

Belém - Endspurt auf der Weltklimakonferenz in Belém: Bis Freitag, pünktlich zum geplanten Abschlussplenum, will die brasilianische Präsidentschaft alle Beschlüsse gefasst haben. Hier sind die wichtigsten Punkte, über die gerade verhandelt wird:

Ein Fahrplan zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Seitdem der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva in seiner Eröffnungsrede der Konferenz vergangene Woche einen Fahrplan für eine Abkehr von den fossilen Energien ins Spiel brachte, ist es das Hauptverhandlungsthema.

Unicef: Fast jedes fünfte Kind in der Welt lebt in extremer Armut

Köln - Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef leben weltweit mehr als 400 Millionen Kinder in extremer Armut. Vor allem in Afrika südlich der Sahara und in Südasien sei die Versorgungslage schlecht, die Entbehrungen seien groß, teilte Unicef am Donnerstag in Köln mit und warnte davor, Fortschritte im Kampf gegen Armut mit dem Kürzen von Hilfsgeldern zunichtezumachen

Deutschland zahlt eine Milliarde Euro zum Schutz des Regenwaldes

Belém - Deutschland will den Schutz tropischer Regenwälder mit einer Milliarde Euro unterstützen. Brasilien gehe mit dem dafür vorgesehenen Fonds einen neuen, innovativen Weg, den wir unterstützen, erklärten Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) und Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Mittwochabend (Ortszeit) nach Gesprächen mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva am Rande der UN-Klimakonferenz in Belém. Greenpeace lobte die Zusage.

Rund 80 Länder fordern Fahrplan für Ausstieg aus den Fossilen

Belém - Eine Gruppe von rund 80 Ländern hat sich auf der Weltklimakonferenz in Belém für einen klaren Fahrplan für die Abkehr von fossilen Energien ausgesprochen. „Wir wollen, dass diese COP zu einem Ergebnis führt, das den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gerecht und inklusiv gestaltet“, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Dienstag bei der Weltklimakonferenz (COP30) in Belém. Deutschland und die meisten europäischen Staaten unterstützen den Aufruf.

Klimaschutz: Deutschland rutscht ab, Dänemark bleibt Spitzenreiter

Belém - Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen setzen immer mehr Länder auf erneuerbare Energien - doch laut einer Analyse reichen die Bemühungen nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen. Fortschritte seien über die Jahre unübersehbar, sagte Thea Uhlich, Referentin bei der Umweltorganisation Germanwatch, am Dienstag in Belém zur Veröffentlichung des Klimaschutz-Index. Aber gerade bei den G20-Staaten hätten die positiven Tendenzen für erneuerbare Energien und Elektrifizierung zu spät begonnen, „um bereits die notwendigen Emissionsreduktionen zu erreichen“.

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