Kamerunischer Oppositionspolitiker Ekane in Haft verstorben

Nairobi, Yaoundé - Der kamerunische Oppositionspolitiker Anicet Ekane ist in Haft verstorben. Sein Anwalt Emmanuel Simh gab den Tod Ekanes am Montag auf Facebook bekannt. Ekane war bei Wahlen mehrmals gegen Langzeitpräsident Paul Biya angetreten. Der 74-Jährige war im Rahmen von Protesten nach der Präsidentschaftswahl im Oktober verhaftet worden und saß seitdem im Gefängnis. Seine Anwälte hatten von einem desolaten Gesundheitszustand berichtet.

Kampf gegen Aids: "Man muss dranbleiben"

Nairobi - Immer morgens um sechs nimmt Nicholas seine Tablette. Sie hält die Krankheit des 16-Jährigen im Griff. Nicholas, der eigentlich anders heißt, ist HIV-positiv. Dank der Medikamente kann der junge Kenianer aber sein Leben leben.

Das ist für den Jugendlichen aus dem Slum Kibera in der kenianischen Hauptstadt Nairobi nicht einfach. Das Geld ist knapp zu Hause, das Essen auch. Seine Sorgen trägt Nicholas heute zu Simeon Otieno. Der 26-Jährige hilft im Tabitha Medical Center in Kibera aus und begleitet HIV-positive junge Menschen wie Nicholas.

Bericht: Einnahmen der Rüstungsindustrie weltweit auf Rekordhoch

Stockholm - Die 100 weltweit größten Rüstungskonzerne haben 2024 Rekordeinnahmen von 679 Milliarden US-Dollar (etwa 585 Milliarden Euro) verzeichnet. Deren Umsatz aus dem Verkauf von Waffen und militärischen Dienstleistungen sei im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2023 um 5,9 Prozent gestiegen, hieß es in einem am Montag vom schwedischen Friedensforschungsinstitut Sipri veröffentlichten Bericht.

Trump-Favorit Asfura bei Präsidentschaftswahl in Honduras vorn

Tegucigalpa, Mexiko-Stadt - Die Wahlbehörden haben erste Ergebnisse der Präsidentschaftswahl in Honduras bekanntgegeben. Dem Stand der Auszählung in der Nacht zum Montag zufolge liegt der rechtsgerichtete Kandidat Nasry Asfura, zu dessen Wahl US-Präsident Donald Trump aufgerufen hatte, mit 40,6 Prozent der Stimmen an erster Stelle. Mit 38,7 Prozent folgt der ebenfalls rechtsgerichtete Salvador Nasralla von der Liberalen Partei. Rixi Moncada, die Kandidatin der linken Regierungspartei Libre, liegt mit 19,6 Prozent klar zurück.

Nicaragua entlässt politische Gefangene in den Hausarrest

Mexiko-Stadt, Managua - Mehrere politische Gefangene sind in Nicaragua laut Medienberichten aus der Haft entlassen worden. Die Oppositionellen seien nun unter Hausarrest und müssten sich regelmäßig bei der für sie zuständigen Polizeidienststelle melden, berichtete „El Confidencial“ am Samstag (Ortszeit). Die Nachrichtenplattform konnte die Namen von elf aus der Haft entlassenen Personen bestätigen. Andere lokale Medien wie „100% Noticias“ schätzen die Zahl der Freigelassenen auf 40 bis 50.

Peru: Ex-Präsident Vizcarra zu 14 Jahren Haft verurteilt

Berlin/Lima - In Peru ist Ex-Präsident Martín Vizcarra wegen Bestechung und der Annahme von Schmiergeldern zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der Politiker habe noch als Gouverneur der südlichen Region Moquegua Zahlungen für den Bau öffentlicher Einrichtungen verlangt, urteilte Richterin Fernanda Ayasta am Mittwoch (Ortszeit) laut Berichten der Zeitung „El Comercio“. Vizcarra regierte das südamerikanische Land von 2018 bis 2020 und war von 2011 bis 2014 Gouverneur von Moquegua. Er kann Berufung gegen die Entscheidung einlegen.

EU-Parlament warnt: Gewalt im Sudan könnte Völkermord darstellen

Brüssel, Straßburg - Das Europäische Parlament hat die im Sudan-Krieg verübten Gewalttaten scharf verurteilt. In einer am Donnerstag angenommenen Resolution prangerten die Abgeordneten schwere und systematische Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht sowie gegen die Menschenrechte durch die RSF-Miliz und die regulären Streitkräfte an. Dazu zählen laut Parlament Angriffe auf Zivilisten, ethnisch motivierte Gewalt sowie Aushungerungstaktiken.

welt-sichten im Dezember: Vorsicht, Hochspannung! Wie die Energiewende im globalen Süden läuft

Liebe Leserinnen, liebe Leser, 
können Sie sich daran erinnern, wann bei Ihnen das letzte Mal der Strom ausgefallen ist, sagen wir für länger als fünf Minuten? Ich nicht. In einem Land wie Deutschland mit flächendeckendem Netz, das reibungslos funktioniert, sind Blackouts extrem selten. Wenn sie trotzdem passieren, sorgen sie für großes Durcheinander. In manchen anderen Ländern hingegen sind die Menschen gewohnt, dass das Licht immer mal wieder ausgeht oder der Computer nicht funktioniert. 

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