Strafgerichtshof: 20 Jahre Haft wegen Kriegsverbrechen in Darfur

Nairobi/Den Haag/Khartum - Im ersten internationalen Prozess wegen Kriegsverbrechen in der sudanesischen Region Darfur ist der Rebellenführer Ali Muhammad Ali Abd-Al-Rahman zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gaben das Strafmaß am Dienstag bekannt. Die fünf Jahre, die er bereits inhaftiert war, würden angerechnet.

EU-Lieferkettengesetz wird abgeschwächt

Brüssel - Das EU-Lieferkettengesetz soll in deutlich abgeschwächter Form kommen. Unterhändler des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten einigten sich in der Nacht zu Dienstag auf einen Kompromiss, wie beide Seiten mitteilten. Demnach sollen die Regeln nur noch für Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro gelten - statt wie ursprünglich geplant für Firmen ab 1.000 Mitarbeitenden und 450 Millionen Euro Umsatz.

Sudan: 114 Tote bei Angriff auf Kindergarten und Krankenhaus

Nairobi/Khartum - Beim Beschuss eines Kindergartens und eines Krankenhauses im sudanesischen Bundesstaat Süd-Kordofan sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 114 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien 63 Kinder, teilte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag auf der Internetplattform X mit. 35 weitere Menschen wurden demnach verletzt.

Menschenrechtsinstitut sieht Rechtsstaat in Deutschland unter Druck

Berlin - Das Deutsche Institut für Menschenrechte sieht in Deutschland den Rechtsstaat unter Druck - befeuert auch durch die eigene Regierung. Man beobachte eine politische Rhetorik auch unter Regierungsmitgliedern, „die deutsche und internationale Gerichtsentscheidungen abwertet“, sagte die Direktorin des Instituts, Beate Rudolf, am Montag bei der Vorstellung ihres Jahresberichts in Berlin.

UN brauchen Gelder zur Rettung von 135 Millionen Menschen

New York, Frankfurt a.M.  - Die Vereinten Nationen und ihre Partner haben einen weltweiten Hilfsappell zur Rettung von Millionen Menschenleben veröffentlicht. Geber sollten 2026 insgesamt 33 Milliarden US-Dollar (rund 28 Milliarden Euro) bereitstellen, um 135 Millionen Menschen in Not zu versorgen, sagte der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher am Montag in New York.

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