Mehr Spenden trotz Krisen
Berlin - Die Deutschen haben in diesem Jahr trotz zahlreicher Krisen mehr für gemeinnützige und kirchliche Zwecke gespendet als im Vorjahr. Laut dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Deutschen Spendenmonitor stiegen die Privatspenden um 300 Millionen auf 6,3 Milliarden Euro. Nicht berücksichtigt wurden dabei Großspenden von mehr als 1.500 Euro, wie der Deutsche Fundraising Verband und das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mitteilten. Die geschätzte Gesamtspendensumme betrug laut DZI im vergangenen Jahr rund 12,5 Milliarden Euro.
Amnesty prangert Gräuel in sudanesischer Stadt Al-Faschir an
Frankfurt a.M./London - Amnesty International hat weitere Berichte über Gräueltaten der RSF-Miliz in der sudanesischen Stadt Al-Faschir zusammengetragen. Überlebende hätten berichtet, dass Kämpfer der RSF-Miliz bei der Einnahme der Stadt unbewaffnete Männer hingerichtet und Dutzende Frauen und Mädchen vergewaltigt hätten, teilte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag mit. Ganze Gruppen von Männern seien laut Zeugenaussagen erschossen, geschlagen oder als Geiseln gefangen genommen worden, hieß es.
Edenhofer: Zum Klimaschutz braucht es konkrete Projekte
Berlin - Der mit Klimathemen befasste Ökonom Ottmar Edenhofer stellt das Format der Weltklimakonferenzen infrage. Ziel der jährlichen Beratungen sollten nicht die diplomatisch ausgehandelten Abschlusserklärungen, sondern konkrete Umsetzungsschritte kleinerer Koalitionen von Ländern sein, sagte Edenhofer am Montag im Deutschlandfunk. Dabei könne es zum Beispiel um den Waldschutz oder den Ausstieg aus der Kohle gehen.
Klimagipfel in Belém: Freiwilligkeit statt Verbindlichkeit
Belém - Die erste Klimakonferenz im Amazonas sollte ein Zeichen setzen - für den Schutz der Regenwälder, für ambitionierte Antworten auf die Klimakrise und dafür, dass multilaterale Zusammenarbeit auch ohne die USA funktioniert. Doch nach zwei Wochen Verhandlungen und einer mehr als 19-stündigen Verlängerung zeigt sich: Der UN-Klimaprozess stößt an seine Grenzen.
UN: Fast zehn Millionen Ukrainer vor Russlands Krieg geflüchtet
Genf - Die Vertreibungen und das menschliche Leid durch den russischen Angriffskrieg haben sich laut UN in der Ukraine verschärft. Insgesamt seien nahezu zehn Millionen Ukrainer innerhalb und außerhalb des Landes auf der Flucht, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) am Freitag in Genf mit.
52 weitere Afghanen mit Aufnahmezusage eingereist
Berlin - Die Bundesregierung hat weiteren Afghaninnen und Afghanen, die in ihrer Heimat von Verfolgung bedroht sind, die Einreise nach Deutschland ermöglicht. Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Donnerstagabend mitteilte, kamen 52 Menschen an. Alle hätten das Aufnahmeverfahren und die Sicherheitsprüfung vollständig durchlaufen.
Klimakonferenz in Belém steht vor Verlängerung
Belém - Auch in diesem Jahr geht die Weltklimakonferenz voraussichtlich in die Verlängerung. Vor der Wiederaufnahme der Beratungen am Freitag im brasilianischen Belém zeichnete sich ab, dass die am 10. November eröffnete Konferenz vermutlich erst am Wochenende zu Ende geht, auch weil am Donnerstagnachmittag auf dem Konferenzgelände ein Feuer ausgebrochen war und die Verhandlungen für mehrere Stunden unterbrochen wurden.
Nigeria: Separatistenführer Nnamdi Kanu muss lebenslang in Haft
Abuja, Dakar - In Nigeria ist der Separatistenführer Nnamdi Kanu zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Wie die nigerianische Zeitung „Daily Post“ am Donnerstag berichtete, wurde Kanu in allen sieben gegen ihn erhobenen Anklagepunkten wegen Terrorismus für schuldig befunden. Kanu ist Gründer und Anführer der Gruppe „Indigene Bewegung für Biafra“ (Ipob), die die Region Biafra, die aus neun nigerianischen Bundesstaaten besteht, zur Unabhängigkeit führen will.