Glauben

Die israelische Regierung fördert die Umsiedlung von Menschen aus Indien, die sich als Nachfahren eines jüdischen Stammes ver­stehen. Was als Heimkehr verkauft wird, stärkt gezielt den jüdischen Charakter ausgewählter Städte in Israel. Auch im Nordosten Indiens ist das Programm umstritten.
Viele Jemeniten stehen der modernen Gesundheitsversorgung und dem technischen Fortschritt skeptisch gegenüber. Sie vertrauen lieber auf traditionelle, auf Glauben beruhende Heilmittel – beispielsweise auf Wasser vom Grab eines „Wali“. Ein moderner Imam hält dagegen.
Die meisten der Chin in ­Myanmar sind Christen. Im Bürgerkrieg erleben sie brutale Angriffe der Armee und geraten auch unter Druck von Rebellengruppen.
In Kenia, wo queer und christlich sein oft als Widerspruch in sich gilt, sorgt Pastor*in Caroline Omolo im Verborgenen für Gemeinschaft, Akzeptanz und spirituelle Heilung.
Wie die Seemannsmission in St. Pauli Seeleuten aus aller Welt hilft, das harte Leben an Bord besser zu ertragen. Gespräch mit der EKD-Ratsvorsitzenden Bischöfin Kirsten Fehrs
In allen Religionen ist Frieden ein hoher Wert – auch wenn sich in allen Auslegungen finden, die Gewalt rechtfertigen. Und religiös motivierte Friedensstifter genießen als Vermittler oft besonderes Vertrauen.
Dass Islamkritik von innen seit dem Arabischen Frühling lauter wird, ist hierzulande kaum bekannt. In seinem Buch gibt Ralph Ghadban Einblicke in spannende Debatten im arabischen Raum.
Evangelikale Christen fordern die angestammten Kirchen vom Irak bis Syrien heraus. Doch obwohl sie Zulauf haben, wird es in absehbarer Zeit wohl kaum evangelikale Megakirchen wie in Lateinamerika oder Afrika geben. 
Durch organisierte Mission sind der Buddhismus, das Christentum und der Islam zu Weltreligionen geworden. Dabei sind Zwangsbekehrungen vorgekommen wie zur Kolonialzeit und zuletzt beim „Islamischen Staat“.Doch Glaubensverbreitung mit Gewalt ist eine seltene Ausnahme..
Woran Menschen glauben, gilt in Europa als Frage ihrer individuellen Überzeugung. Das war nicht immer so – erst ein langer und blutiger Weg hat zur Trennung von Kirche und Staat geführt. Und es wäre falsch zu schließen, dass Religion in modernen Gesellschaften zwangsläufig bedeutungslos wird.
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