Welt-Blicke

Im Jemen sitzen Tausende Kämpfer in Gefängnissen der Regierung oder auch der Huthi-Rebellen. Viele Frauen hoffen auf die Rückkehr ihrer Männer, andere lassen sich scheiden – was für die Kinder besonders schlimm ist.
Nach dem ersten Wahlgang in Brasilien ist zu befürchten, dass sich auch dort der Trend aus ganz Lateinamerika fortsetzt: Zuletzt hat eine ganze Reihe linker Regierungen Wahlen gegen stramm rechte Kandidaten verloren. Die wollen hart erkämpfte soziale Fortschritte wieder zurückdrehen.
Die Eindämmung von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo ist auch deshalb so schwierig, weil in der Bevölkerung Falschinfor­mationen verbreitet werden und man Helfern misstraut. Faktenchecker und Journalisten versuchen, dem etwas entgegenzusetzen.
In dem Feuchtgebiet Chalan Beel in Bangladesch hat ein Architekt eine Flotte solarbetriebener Boote aufgebaut, die Kindern aus abgelegenen Gebieten während Überschwemmungszeiten Raum für Unterricht bieten.
Das Unity-Ölfeld zählt zu den wichtigsten Export- und Einnahmequellen des jungen Staats Südsudan. Gleichzeitig beuteln Korruption und schwere Umweltzerstörung Land und Menschen, deren Überleben weitgehend von humanitärer Hilfe abhängt.
Hitze macht Ungleichheit sichtbar: In den Favelas ist es bis zu 15 Grad Celsius heißer als in den benachbarten, gehobenen Stadtvierteln in São Paulo. Fachleute und Gemeindevertreter setzen sich dafür ein, dass auch arme Viertel von Investitionen in Wohnraum, Parks und Baumbestand profitieren.
Eine afghanische Ex-Ministerin kritisiert die deutsche Regierung für ihren Umgang mit Schutzsuchenden: Alema Alema hat in Deutschland studiert und lange in Afghanistan für deutsche Entwicklungsorganisationen und die Regierung gearbeitet. Seit fünf Jahren ist sie wieder in Deutschland und unterstützt die Opposition dort, so gut es geht.
Im Süden Kolumbiens tritt eine unbewaffnete Garde von Indigenen den bewaffneten Banden entgegen. Bisher kann sie verhindern, dass Banden zahlreiche Minderjährige aus ihren Gemeinden rekrutieren. Aber ihre Lage wird schwieriger, das Land bekommt nun einen rechtsgerichteten Präsidenten.
Afrikanische Naturwissenschaftlerinnen werden in der internationalen Forschung kaum gehört; noch nie ging ein naturwissenschaftlicher Nobelpreis an den Kontinent. Die kongolesische Biologin Francine Ntoumi forscht in Brazzaville zu gefährlichen Infektionskrankheiten und ist ein Vorbild für ihre Studentinnen.
In Afrika bilden Führer verschiedener Religionen ein Zweckbündnis unter dem Banner von Familienwerten. Es treibt drastische Gesetze gegen Homosexualität voran und emanzipiert sich von den christlichen Rechten in den USA, die es auf den Weg gebracht haben.
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