Amnesty: Druck auf Zivilgesellschaft in Lateinamerika wächst

Berlin- Amnesty International kritisiert einen wachsenden Druck auf zivilgesellschaftliche Organisationen in mehreren Ländern Lateinamerikas. In Ecuador, El Salvador, Nicaragua, Paraguay, Peru und Venezuela seien seit 2024 in großer Geschwindigkeit restriktive gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen worden, „um Nichtregierungsorganisationen zu kontrollieren, zu schwächen oder zu zerschlagen“, teilte Amnesty am Montag in Berlin mit.

Vereinte Nationen schlagen Alarm: "Weltklima im Ausnahmezustand"

Frankfurt a.M./Genf - Sich aufheizende Meere, schmelzende Gletscher - und anhaltend hohe Temperaturen: Angesichts des fortschreitenden Klimawandels schlägt die Weltwetterorganisation (WMO) Alarm. Das Klima sei „stärker aus dem Gleichgewicht geraten als jemals zuvor“, teilte die Organisation am Montag in Genf zur Veröffentlichung ihres Rückblicks auf das Klimajahr 2025 („State of the Global Climate Report 2025“) mit.

Argentinien: Geheimdienst veröffentlicht Dokumente aus Diktatur-Zeit

Berlin/Buenos Aires - Der Geheimdienst Argentiniens hat kurz vor dem 50. Jahrestag des Militärputschs Dokumente aus der Diktatur-Zeit und davor veröffentlicht. In einer ersten Tranche würden 26 Dokumente mit insgesamt 492 Seiten aus den Jahren 1973 bis 1986 freigegeben, teilte die Behörde am Donnerstag (Ortszeit) in den sozialen Netzwerken mit.

Hilfsorganisation: Menschen im Ostkongo kämpfen ums Überleben

Frankfurt a.M. - Die Kürzungen vieler Geberländer haben laut der Hilfsorganisation IRC dramatische Folgen für die Bevölkerung im Ostkongo. Grundlegende Infrastruktur wie Bildungs- oder Gesundheitseinrichtungen sei dadurch „sehr stark beeinträchtigt“, sagte Ciarán Donnelly, Senior Vizepräsident für internationale Programme beim IRC, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Betroffen seien Menschen, die zum Teil seit Jahrzehnten unter den zahlreichen Krisen und Konflikten in der Region litten.

Tschad: Tote nach Drohnenangriff aus dem Sudan

Dakar, N'Djamena - Im Tschad sind 17 Menschen durch einen Drohnenangriff aus dem Sudan getötet worden. Bei der Bombardierung des grenznahen Ortes Tiné am Mittwochnachmittag seien zudem mehrere Menschen verletzt worden, berichtete das Nachrichtenportal „Tchadfnfos“ am Donnerstag unter Berufung auf eine Regierungserklärung. Der Angriff sei trotz mehrfacher Warnungen an die Konfliktparteien im Sudan und der Schließung der Grenze erfolgt.

Feuerpause zwischen Afghanistan und Pakistan wegen Feiertagen

Frankfurt a.M., Kabul - Pakistan und Afghanistan haben wegen der Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan eine vorübergehende Waffenruhe vereinbart. Nach Angaben des pakistanischen Informationsministers Attaullah Tarar soll die Feuerpause von Donnerstagabend bis Montag um Mitternacht gelten - vorausgesetzt, es komme zu keinen grenzüberschreitenden Angriffen von afghanischer Seite.

UN: Knapp 100 Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien pro Jahr getötet

Berlin/Genf - Die Vereinten Nationen mahnen mehr Schutz für Menschenrechtler in Kolumbien an. Durchschnittlich würden in dem südamerikanischen Land jährlich knapp 100 Menschenrechtsaktivisten getötet, teilte das UN-Menschenrechtsbüro am Donnerstag in Genf zur Veröffentlichung eines Berichts mit. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, sagte, Kolumbien bleibe trotz gewisser Anstrengungen der Regierung einer der gefährlichsten Orte für Menschenrechtsverteidiger.

UN-Organisation: Geldmangel bedroht Hilfe für Menschen im Südsudan

Juba, Genf - Die lebenserhaltende Hilfe für 187.000 Binnenflüchtlinge im Südsudan droht laut den UN in den nächsten Wochen auszulaufen. Grund sei ein Defizit von sechs Millionen US-Dollar (5,2 Millionen Euro) im Hilfsbudget für die betroffenen Menschen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) der UN am Donnerstag in Juba mit.

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