Myanmar: Kirchliche Hilfswerke kritisieren Einschränkungen für Hilfe

Berlin - Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar kritisieren kirchliche Hilfswerke Einschränkungen für die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. „Das Recht auf Hilfe für die Zivilbevölkerung wird militärischen und politischen Zielen untergeordnet“, sagte der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, am Freitag in Berlin. Hilfsgüter würden mitunter nicht durchgelassen, und der Transport von Medikamenten, Hygieneartikeln oder Kraftstoff in die betroffenen Gebiete sei teilweise sogar verboten.

Entwicklungswerk fordert WTO-Einsatz gegen Hungerkrise

Berlin, Genf - Angesichts der drohenden Verschlechterung der weltweiten Ernährungslage aufgrund des Nahost-Krieges hat das Hilfswerk „Brot für die Welt“ die Handelsminister zu Maßnahmen aufgefordert. So müsse es bei der Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) von Donnerstag bis Sonntag in Kamerun Fortschritte beim Thema öffentliche Nahrungsmittelvorräte geben, erklärte die evangelische Organisation am Donnerstag in Berlin.

Fehlende Hilfe und große Not ein Jahr nach Erdbeben in Myanmar

Frankfurt a.M. - Ausbleibende Hilfe und anhaltende Kämpfe im Land sorgen laut Welthungerhilfe auch ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar für großen Hunger und Not. Der Wiederaufbau stocke, mehr als 16 Millionen Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen, sagte Landesdirektor Henry Braun dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Das ganze Land ist in der Krise, und nach dem Beben gab es nur am Anfang eine kleine Welle der Hilfsbereitschaft.“

UN: Transatlantischer Sklavenhandel war Menschheitsverbrechen

New York/Dakar - Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat für eine Resolution gestimmt, die den transatlantischen Sklavenhandel als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkennt. Mit 123 Ja-Stimmen war das Ergebnis der Abstimmung am UN-Sitz in New York am Mittwoch (Ortszeit) deutlich. Drei Länder, Argentinien, Israel und die Vereinigten Staaten, stimmten dagegen, während 52 Länder sich enthielten. Darunter war auch Deutschland.

Klimaschutzprogramm soll "neuen Schub" bringen und erntet Kritik

Berlin - Mit zusätzlichen Windrädern, dem schnelleren Umbau der Fernwärmeversorgung und weiteren Maßnahmen will die Regierung die Einhaltung der deutschen Klimaziele sicherstellen. Die Verabschiedung des Klimaschutzprogramms im Bundeskabinett gebe dem Thema „neuen Schub“, sagte Umweltminister Carsten Schneider (SPD) am Mittwoch in Berlin. Das zuständige Fachgremium äußerte allerdings deutliche Kritik.

Unesco: Zahl der von Bildung ausgeschlossenen Kinder wächst weiter

Bonn - Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die weltweit keinen Zugang zu Bildung haben, ist im siebten Jahr in Folge gestiegen. So haben im Jahr 2024 rund 273 Millionen Minderjährige keine Schule besucht, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Unesco-Weltbildungsbericht hervorgeht. Laut der Deutschen Unesco-Kommission in Bonn wurde damit durchschnittlich jeder sechste Minderjährige von Bildung ausgeschlossen. Die Unesco warnt vor einer wachsenden Bildungsungerechtigkeit.

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