Kolumbien: EU-Wahlbeobachtermission kritisiert Berichterstattung

Berlin/Bogotá - Nach der Parlamentswahl in Kolumbien hat die Wahlbeobachtermission der Europäischen Union eine ungleiche Berichterstattung über die angetretenen Parteien kritisiert. In ihrem vorläufigen Bericht, der am Dienstag (Ortszeit) in Bogotá vorgestellt wurde, kritisierte die Mission, dass in staatlichen Medien vorwiegend vorteilhaft über das linke Regierungsbündnis „Historischer Pakt“ berichtet worden sei.

Kolumbien: Erstmals indigene Frau Kandidatin für Vizepräsidentschaft

Berlin/Bogotá - In Kolumbien hat der linke Präsidentschaftskandidat Iván Cepeda die indigene Senatorin Aida Quilcué zur Vizepräsidentschaftskandidatin ernannt. Dies teilte Cepeda am Montag (Ortszeit) über eine Videobotschaft mit. Quilcué gehört dem Volk der Nasa an, ist eine Vertreterin der indigenen Bevölkerung des südkolumbianischen Cauca und wäre die erste indigene Vizepräsidentin Kolumbiens. Am 31. Mai sind Präsidentschaftswahlen in dem südamerikanischen Land.

Venezuela will ausländische Investitionen im Bergbau fördern

Berlin/Caracas - Venezuela öffnet sich für ausländische Investoren im Bergbau. Die Nationalversammlung stimmte am Montag (Ortszeit) in erster Lesung für ein neues Bergbaugesetz, das mehr Rechtssicherheit schaffen und ausländische Investitionen fördern soll. Wie die staatliche Nachrichtenagentur AVN berichtete, ist für das Inkrafttreten des Gesetzes noch eine Beratung mit Vertretern der Zivilgesellschaft sowie eine zweite Abstimmung im Parlament nötig.

Menschenrechtler Lessenthin: Viele Christen im Iran "traumatisiert"

Frankfurt a.M. - Der Menschenrechtsexperte Martin Lessenthin hat mit Blick auf den Iran-Krieg eindringlich vor Rückführungen in das Land gewarnt. „In einen Iran der Mullahs darf es keine Abschiebungen mehr geben“, sagte der frühere Sprecher der Menschenrechtsorganisation IGFM dem Evangelischen Pressedienst (epd). Hardliner im iranischen Machtapparat deuteten den Konflikt mit dem Westen apokalyptisch: In Teilen des Regimes gelte Krieg als Mittel, die Voraussetzungen für eine eigene Vision einer islamischen Weltherrschaft vorzubereiten.

Parlamentswahl in Kolumbien: Kongress bleibt gespalten

Berlin/Bogotá - Weniger als drei Monate vor der Abstimmung über das Präsidentenamt in Kolumbien hat bei der Parlamentswahl wie erwartet kein Parteienbündnis eine absolute Mehrheit erreicht. Nach Auszählung von über 99 Prozent aller Stimmen konnte die regierende Linkskoalition „Historischer Pakt‘“ ihren Vorsprung im Senat leicht ausbauen und erreichte 25 von insgesamt 108 Plätzen. Als zweitplatzierte kam die rechtskonservative Partei „Demokratisches Zentrum“ auf 17 Sitze und damit vier mehr als bisher.

Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!
„welt-sichten“ schaut auf vernachlässigte Themen und bringt Sichtweisen aus dem globalen Süden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Warum denn das?
Ja, „welt-sichten“ ist mir etwas wert! Ich unterstütze es mit
Schon 3 Euro im Monat helfen
Unterstützen Sie unseren anderen Blick auf die Welt!