Experte Oltmer rechnet vorerst nicht mit vielen Flüchtlingen aus Iran

Berlin - Die Ankunft zahlreicher Geflüchteter aus dem Iran ist in Deutschland laut dem Osnabrücker Migrationsforscher Jochen Oltmer derzeit nicht zu erwarten. Aufnahme- und Transitländer wie die Türkei, Griechenland und Bulgarien hätten ihre Grenzen dichtgemacht, sodass „kaum ein Durchkommen“ sei, sagte der Historiker vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien dem Evangelischen Pressedienst (epd). Bundespolitiker aus Koalition und Opposition forderten dennoch, dass Deutschland und Europa sich auf verschiedene Szenarien vorbereiten.

Internationale Wochen gegen Rassismus beginnen am Montag

Darmstadt - Die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März stehen in diesem Jahr unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“. Der Stiftung gegen Rassismus als Veranstalterin seien für dieses Jahr mehr als 3.350 Veranstaltungen und über 2.000 religiöse Feiern gemeldet worden, teilte die Stiftung am Donnerstag in Darmstadt mit. Damit sei die Rekordzahl vom vergangenen Jahr überschritten worden.

Zehn Jahre Haft für Homosexualität: Senegal verschärft Gesetz

Dakar - Das Parlament im Senegal hat eine Verdoppelung der Haftstrafen für Homosexuelle angenommen. Die Reform von Artikel 319 des Strafgesetzbuches über „widernatürliche Handlungen“ sieht nun eine Strafe von bis zu zehn Jahren Gefängnis vor, wie die Nachrichtenseite „Seneweb“ berichtete. Die Abgeordneten stimmten dem Gesetzentwurf am späten Mittwochabend mit 135 Stimmen zu. Drei Parlamentarier enthielten sich, Gegenstimmen gab es keine.

Unicef: Hunderte Kinder im Nahost-Krieg verletzt oder getötet

Köln -  Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten sind laut Unicef hunderte Kinder verletzt oder getötet worden. Die Lage für Millionen Mädchen und Jungen in der Region sei katastrophal, erklärte das UN-Kinderhilfswerk am Donnerstag in Köln und New York. Seit dem 28. Februar wurden demnach mehr als 1.100 Kinder verwundet oder getötet. Darunter seien 200 Kinder, die Berichten zufolge im Iran getötet worden seien, 91 im Libanon, vier in Israel und eines in Kuwait.

Droht ein Krieg am Horn von Afrika?

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit zwölf Tagen führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran und den Libanon. Stündlich flackern Bilder von kollabierten Wohnhäusern in Teheran und Beirut und von explodierenden Ölanlagen am Golf auf unseren Bildschirmen auf. Von weinenden Frauen auf der Straße, die um ihre getöteten oder verwundeten Töchter und Söhne trauern. Und wir müssen den von Allmachts- und Gewaltfantasien gespeisten Irrsinn ertragen, den die Männer jeden Tag von sich geben, die für all das verantwortlich sind. 

"Save the Children": 68.000 Kinder im Osten Afghanistans vertrieben

Berlin, Kabul - Laut der Hilfsorganisation „Save the Children“ sind im Osten Afghanistans aufgrund des bewaffneten Konflikts mit Pakistan rund 68.000 Kinder vertrieben worden. Die Kämpfe beeinträchtigten die Arbeit von Hilfsorganisationen in einer Region, in der Überlebende des schweren Erdbebens von 2025 auf lebenswichtige Unterstützung angewiesen seien, teilte die Organisation am Mittwoch in Berlin und Kabul mit.

Menschenrechtler kritisieren Entführungen Oppositioneller im Kongo

Nairobi/Kinshasa - Menschenrechtler haben den Anstieg von Entführungen von Oppositionellen im Kongo durch Sicherheitskräfte beklagt. In und um die Hauptstadt Kinshasa seien seit März 2025 mindestens 17 Oppositionelle verschwunden, berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Mittwoch. Die Regierung sei dafür verantwortlich und müsse sich erklären, fordern die Menschenrechtler in ihrem Bericht.

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