Der Krieg steigert die Medikamentenpreise, das erschwert Hilfe

Tönisvorst. Das Gesundheitshilfswerk action medeor warnt angesichts des andauernden Nahostkriegs vor starken Kostensteigerungen bei Medikamenten und humanitären Hilfsleistungen. Die Organisation verzeichnet vor allem für lebenswichtige Basismedikamente, die in der humanitären Hilfe benötigt werden, deutliche Preissteigerungen, wie ihre Vorständin Angela Zeithammer am Dienstag erklärte. Betroffen seien sowohl PVC- und Aluminiumfolien für Blisterverpackungen als auch Wirkstoffe. Bei Paracetamol liege die Kostensteigerung bei fast 40 Prozent.

Die Armee Mosambiks hat laut Menschenrechtlern Fischer getötet

Nairobi/Khartum. Die Armee in Mosambik hat laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) Fischer auf offener See erschossen. Angehörige der Marine hätten offenbar Mitte März mehrere Fischer in der nördlichen Provinz Cabo Delgado getötet und verletzt, erklärte die Organisation am Montag in der südafrikanischen Stadt Johannesburg. Die Opfer hätten sich nicht an neue, verschärfte Regeln gehalten, die das Militär verhängt hat.

Kirchenbank hält am Nein zu Waffeninvestments fest

Dortmund. Die Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) kritisiert mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten Kapitalinvestments in die Rüstungsindustrie. Kirchliche Investoren dürften nicht von Kriegsgewinnen durch hohe Dividenden und Aktienkursgewinne profitieren und an Rüstungsunternehmen beteiligt sein, erklärte der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Thiesler am Dienstag in Dortmund. „Für uns gilt eindeutig: keine Beteiligung an Unternehmen der Waffen- und Rüstungsindustrie.“

"Sea-Watch 5" meldet Festsetzung in Sizilien

Frankfurt a.M., Berlin (epd). Nach der Rettung von Dutzenden Menschen aus dem Mittelmeer ist die „Sea-Watch 5“ für 20 Tage festgesetzt worden. Zudem hätten die italienischen Behörden eine Strafe von 10.000 Euro verhängt, erklärte die Organisation Sea-Watch am Montag weiter in Berlin. Die Seenotretter hatten Mitte März rund 100 Flüchtlinge und Migranten an Bord geholt und sie nach tagelangem Ringen um einen sicheren Hafen nach Trapani auf Sizilien gebracht.

Wochen gegen Rassismus mit 3.700 Veranstaltungen

Darmstadt (epd). Die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März haben nach Angaben der koordinierenden Stiftung gegen Rassismus mit deutschlandweit 3.700 Veranstaltungen eine Rekordbeteiligung erzielt. Dazu hätten in diesem Zusammenhang mehr als 2.000 religiöse Feiern stattgefunden, teilte der Stiftungsvorstand Jürgen Micksch am Montag in Darmstadt mit. Die Veranstaltungen reichten von Workshops und Diskussionsrunden über Kulturveranstaltungen bis zu Begegnungen vor Ort.

Aktivisten: Zusammenarbeit auch mit Syriens Zivilgesellschaft stärken

Berlin (epd). Angesichts des Berlin-Besuchs des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa am Montag haben Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen vor einem zu unkritischen Umgang mit Syriens Regierung gewarnt. Sophie Bischoff von der deutsch-syrischen Initiative „Adopt a Revolution“ sagte, die Einladung sei „grundsätzlich richtig“.

Autorin will Kunst ihres Urgroßvaters zurück nach Südafrika holen

Pretoria (epd). Die Südafrikanerin Suzan Skhosana setzt sich als Schriftstellerin, Museumsgründerin und Aktivistin für die Rückbesinnung auf das kulturelle Erbe ihrer Heimat ein. Seit vielen Jahren erforscht sie den Verbleib von Werken ihres Urgroßvaters Micah (Miga) Kgasi (1864-1956), eines Predigers, Lehrers und Bildhauers. Einige davon sind heute Teil der Sammlung des Evangelisch-lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen in Hermannsburg. Skhosana möchte sie noch in diesem Jahr nach Südafrika zurückholen.

Syrischer Präsident kommt nach Berlin

Berlin - Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa wird am Montag von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin empfangen. Zu den Gesprächsthemen sollen der Nahostkrieg in der Region, die Rückführung syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat und der Wiederaufbau des Landes zählen, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius am Freitag sagte.

Die Menschenrechtslage in Syrien werde in den Gesprächen eine Rolle spielen. An den Vorwürfen von Kriegsverbrechen gegen Al-Scharaa beteilige sich die Bundesregierung nicht, sagte Kornelius.

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