2025 laut EU-Klimadienst Copernicus drittwärmstes Jahr

Bonn - Das vergangene Jahr ist nach Daten des EU-Klimadienstes Copernicus das drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Laut den am Mittwoch in Bonn veröffentlichten Daten war es 2025 mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 14,97 Grad Celsius nur geringfügig kühler als in den Rekordjahren 2024 und 2023. Erstmals hätten die globalen Temperaturen im Dreijahresschnitt 2023 bis 2025 damit um mehr als 1,5 Grad Celsius über dem Niveau der vorindustriellen Zeit gelegen, hieß es.

"Open Doors": Mehr Gewalt gegen Christen in Syrien

Kelkheim - Die Lage der Christen in Syrien hat sich nach Angaben der christlichen Hilfsorganisation „Open Doors“ massiv verschlechtert. Nach dem politischen Umbruch im Dezember 2024 hätten sich die Hoffnungen auf mehr Sicherheit nicht erfüllt, erklärte das missionarisch ausgerichtete Hilfswerk am Mittwoch im hessischen Kelkheim (Taunus) zur Vorstellung seines jährlich aktualisierten Weltverfolgungsindex. Mindestens 27 Christen seien im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 30.

Uganda schaltet Internet ab vor Wahlen

Nairobi/Kampala - Die ugandische Kommunikationsbehörde UCC hat die Telekommunikationsfirmen zwei Tage vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen aufgefordert, das Internet abzuschalten. Laut einer Erklärung vom Dienstagnachmittag soll ab 18 Uhr Ortszeit das Internet vorläufig abgestellt werden, wie die Zeitung „Daily Monitor“ berichtete. Der Schritt sei notwendig, um Missinformation einzudämmen und Wahlbetrug zu verhindern, schrieb die Behörde demnach.

"Brot für die Welt": Entwicklungshilfe-Reform ist verkleidete Kürzung

Berlin - Die Präsidentin von „Brot für die Welt“, Dagmar Pruin, hat die strategische Neuausrichtung der deutschen Entwicklungshilfe als versteckte Sparmaßnahme kritisiert. Zwar enthalte der Reformplan von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) auch positive Aspekte wie die Priorisierung der Armuts- und Hungerbekämpfung, erklärte Pruin am Dienstag.

Tunesien: Getrübte Bilanz 15 Jahre nach den Aufständen

Tunis - Vor 15 Jahren begann hier der "Arabische Frühling". Aber den wenigsten Menschen in Tunesien ist zum Feiern zumute. Die Lage in dem Land verschlechtert sich seit Jahren unter der autoritären Präsidentschaft von Staatschef Kais Saied - 2025 erneut massiv. Das zeige sich in "politischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Krisen", bilanziert die tunesische Menschenrechtsliga.

Kritik an Repressionen im Iran wächst

Frankfurt a.M. - Die Menschenrechtsverletzungen und drastischen Einschränkungen von Freiheitsrechten im Iran lösen international immer mehr Kritik aus. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, äußerte sich am Dienstag in Genf entsetzt über die staatliche Gewalt gegen Protestierende mit Hunderten Toten und Tausenden Festnahmen. Die Regierenden und Behörden müssten sofort alle Formen der Gewalt und Unterdrückung gegen friedliche Demonstranten einstellen, verlangte Türk. Der Zugang der Menschen zum Internet müsse wiederhergestellt werden.

Bundesregierung unterzeichnet Abkommen über Pflegekräfte mit Indien

Berlin - Die Bundesregierung will Pflegekräfte aus Indien anwerben. Wie das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag bekanntgab, wurde beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Indien eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Sie sieht gemeinsame Standards für die Ausbildung von Pflegekräften vor. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erklärte, so könnten bei der Anwerbung „langwierige und bürokratische Anerkennungsverfahren in Zukunft vermieden und gut ausgebildete Fachkräfte schneller in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden“.

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